Mit dem Taxi nach Deutschland geschleust

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Piding - Ein österreichischer Taxifahrer schleuste zwei Kosovaren mit seinem Taxi nach Deutschland ein. Die Bundespolizei kam ihm auf die Schliche.

Die Bundespolizei hat am Samstag (10. März) auf der A 8 in Richtung Rosenheim einen österreichischen Taxifahrer festgenommen. Der 33-Jährige steht im Verdacht zwei kosovarische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust zu haben.

Nahe Piding zogen die Fahnder der Bundespolizei ein Taxi aus dem Verkehr. Die Beamten kontrollierten die drei Insassen. Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrzeugführer aus Wien zwei Fahrgäste beförderte, die weder ein Visum noch sonst eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland hatten. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei in Bad Reichenhall zufolge wollten die Kosovaren illegal nach Deutschland, um Arbeit zu finden. Ihre Schleusung aus dem Kosovo kostete jeden von beiden nach eigenen Angaben rund 1.000 Euro. Für die letzte Etappe ihrer Tour von Wien nach München mussten sie zusammen weitere 600 Euro zahlen. Diesen Betrag fanden die Bundespolizisten wenig später tatsächlich beim Fahrer vor. Das Geld wurde beschlagnahmt.

Auf richterliche Anordnung hin, wurden die unerlaubt Eingereisten im Alter von 23 und 37 Jahren in Haft genommen, um ihre Zurückschiebung sicherstellen zu können. Der 33-jährige Taxler gestand ein, dass für ihn die Bezahlung im Vordergrund stand. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen trat er seine Rückfahrt nach Österreich an – ohne das Geld, aber mit einer Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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