Polizei schritt auf der A8 bei Siegsdorf ein

Selbstjustiz auf der Autobahn verhindert?

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Siegsdorf - Bei einem Stau auf der A8 konnte die Polizei am Donnerstagabend möglicherweise eine Gewalteskalation gerade noch verhindern.

Am Donnerstagabend kam es auf der A8 zwischen Siegsdorf und Neukirchen zu einer brandgefährlichen Verkehrssituation. Beamte der Verkehrspolizei Traunstein stellten bei einer Streifenfahrt einen Stau fest. Die Ursache hierfür konnte nicht auf Anhieb festgestellt werden.

Es stellte sich im weiteren Verlauf folgende Situation dar:

Am Beginn des Staus stand ein Auto und direkt dahinter ein Kleintransporter. Es handelte sich jedoch nicht um einen Unfall oder um eine Panne wie die Beamten vorerst annahmen. Es handelte sich um einen Akt der Selbstjustiz. 

Einem in Österreich wohnhafter 30jähriger Türke ging es zuerst nicht schnell genug mit seinem VW Passat. Er fuhr einem Kleintransporter, welcher gerade mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 km/h auf dem linken Fahrstreifen Lastwagen überholte, dicht auf und betätigte mehrfach die Lichthupe. Nachdem der Kleintransporter dann auf den rechten Fahrstreifen wechselte, überholte der Passat-Fahrer. Der aus Slowenien stammende Kleintransportfahrer blendete dem Passat auch auf, um ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

Dann eskalierte die Situation - der Passat scherte vor den Kleintransporter und bremste diesen bis zum Stillstand auf der dicht befahrenen Autobahn aus. Der Fahrer des Passat stieg aus und ging zum Kleintransporter um den Fahrer vermutlich zu maßregeln - in diesem Moment traf das Streifenfahrzeug zum Glück ein. Die beiden Beteiligten wurden zur Autobahnpolizeistation nach Siegsdorf gelotst und dort vernommen.

Der Passat-Fahrer musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine hohe dreistellige Summe als Sicherheit hinterlegen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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