Fleißige Schleierfahnder

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Traunstein - Obwohl das Wetter am vergangenen Wochenende eher zu Baden und Biergarten einlud, waren die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein nicht untätig und hatten entsprechende Erfolge zu verbuchen.

Gelungene Fahrerüberprüfung

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde um 05.15 Uhr nach der Einreise ein Mercedes E420 an der Ausfahrt Piding überprüft. Die Fahnder stellten fest, dass gegen den Halter, einen 42jährigen Deutschen, eine Fahrerlaubnissperre bestand.

Die weiteren Überprüfungen ergaben zwar, dass er inzwischen in Besitz einer gültigen slowakischen Fahrerlaubnis war, bei ihm wurden jedoch 4,5 Gramm Amfetamin gefunden. Darüber hinaus befand sich im Fahrzeug der Personalausweis einer nicht anwesenden jungen Ungarin, der im Schengener Informationssystem SIS von den ungarischen Behörden als gestohlen eingegeben war.

Einen mitgeführten Teleskopschlagstock, ein Messer und zwei Dosen Pfefferspray lagen griffbereit im PKW, diese Gegenstände wurden aber legal mitgeführt. Der Fahrer wurde wegen Besitzes von Rauschgift angezeigt und der ungarische Personalausweis sichergestellt.

Nachdem der Mann offenbar Drogen konsumiert und die Führerscheinstelle eine Kopie der Anzeige erhält, ist fraglich, wie lange er noch einen Führerschein besitzt.

Fahren ohne Führerschein aufgeflogen

Am Freitag wurde dann von den Schleierfahndern gegen 08.45 Uhr auf der BAB A 8 an der Anschlussstelle Neukirchen die Fahrerin eines Mercedes CLS 320 CDI mit Münchener Zulassung nach ihrer Einreise aus Österreich angehalten und kontrolliert. Die 37jährige Hausfrau aus Sierra Leone gab auf Befragen zunächst an, Führerschein und Zulassung in München vergessen zu haben.

Die Recherchen ergaben jedoch, dass sie keinen gültigen Führerschein besitzt und das Fahrzeug zudem wegen fehlender Versicherung zur Zwangsentstempelung im Fahndungssystem ausgeschrieben war. Die Fahrerin wurde wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz angezeigt.

Ihr Ehemann und Halter des Fahrzeuges, ein 52 Jahre alter Franzose, wurde in Abwesenheit angezeigt, weil er seiner Frau gestattet hatte, ohne Fahrerlaubnis sein Fahrzeug zu benutzen und weil er die Haftpflichtversicherung nicht bezahlt hatte. Der PKW wurde an Ort und Stelle abgestellt und entstempelt.

Am Nachmittag des gleichen Tages wurde gegen 16.00 Uhr auf der BAB A 8 an der Ausfahrt Anger nach seiner Einreise ein 32 Jahre alter Deutscher mit Migrationshintergrund einer Kontrolle unterzogen. Der Bauarbeiter zeigte den Schleierfahndern als Fahrer einen polnischen Führerschein vor.

Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich heraus, dass ihm das Recht, von einer ausländischen Fahrerlaubnis Gebrauch zu machen, entzogen worden war und er sich somit eines Vergehens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig gemacht hatte. Er räumte auf Nachfrage ein, gewusst zu haben, dass er mit dem polnischen Führerschein in Deutschland nicht fahren dürfe. Nach Anzeigenaufnahme konnte er weiterfahren, allerdings nur als Beifahrer.

Serbische Besucher aufgeflogen

Samstagmittag wurde um 11.55 Uhr ein Alfa Romeo mit Wiener Kennzeichen und einem Anhänger in Anger überprüft. Der Fahrer und Halter, ein 43 Jahre alter österreichischer Staatsangehöriger serbischer Abstammung, zeigte auf Verlangen einen österreichischen Führerschein Klasse B vor, hätte jedoch zum Führen des Gespanns die Klasse E benötigt.

Obwohl er wusste, dass er seinen PKW mit dem Anhänger nicht lenken durfte, zeigte er sich uneinsichtig. Er erhielt eine Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Weil er auch kein Personaldokument bei sich hatte, wurde er darüber hinaus wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Freizügigkeitsgesetz angezeigt. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und der Mann musste sich um einen Ersatzfahrer kümmern.

Zeitgleich kontrollierte eine andere Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen Audi A 6 mit serbischer Zulassung nach dessen Einreise in Neukirchen. Bei einem der Insassen, einem 31jährigen Serben, stellten die Beamten fest, dass er im Jahr 2005 in Stuttgart zurückgeschoben worden war und damit visapflichtig wurde. Über einen entsprechenden Sichtvermerk verfügte er aber nicht.

Er wurde daraufhin angezeigt und die Ausreise nach Österreich überwacht. Darüber hinaus wurde am Wochenende bei einem 37jährigen deutschen Staatsangehörigen festgestellt, dass er wegen Betruges von der Staatsanwaltschaft München zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war.

Pressebericht der Polizei Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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