Zu Fuß über A8 nach Deutschland marschiert

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Bad Reichenhall - Mittwochnacht griff die Bundespolizei vier unerlaubt Eingereiste auf, die zu Fuß über die A8 spazierte. Ihr "Fahrer" hatte eine kuriose Ausrede parat:

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, den 22. April, vier unerlaubt Eingereiste zu Fuß auf der A8 angetroffen. Ein Taxifahrer soll die syrischen Männer nahe Salzburg abgesetzt haben. Bis nach Deutschland hatte er wegen der Polizeikontrollen offenbar nicht fahren wollen.

Freilassinger Fahnder stießen Mittwochnacht nahe der Anschlussstelle Bad Reichenhall auf eine vierköpfige Personengruppe, die zu Fuß am Rand der Autobahn unterwegs war. Bei der Kontrolle der Männer konnten sich diese nicht ausweisen. Ersten Ermittlungen zufolge waren die Syrer im Alter von 19 bis 32 Jahren von einem österreichischen Taxifahrer nahe Salzburg abgesetzt worden. Ihren Angaben zufolge habe der Österreicher den Transport von Linz bis nach Deutschland abgelehnt, weil er keinen Ärger mit der Polizei bekommen wollte. Daher hätten die Männer auf eigene Faust ihren Weg zu Fuß Richtung Deutschland fortgesetzt. Für die vorangehenden Schleusungsetappen hatten sie jeweils bis zu 1.800 Euro an Schlepperbanden gezahlt. Zusätzlich seien mehrere hundert Euro für die Taxifahrt von Linz aus fällig geworden.

Die syrischen Staatsangehörigen gaben an, Asyl in Deutschland beantragen zu wollen. Sie wurden daher nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Münchner Flüchtlingsstelle weitergeleitet. Ob sie auch in Österreich einen Asylantrag gestellt hätten, wenn sie dort aufgegriffen worden wären, ist nicht bekannt. Die Bundespolizei hat die österreichische Polizei über die Taxifahrt mit den unerlaubt Aufhältigen in Kenntnis gesetzt.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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