Bei Bad Reichenhall: Schleuser geht Fahndern ins Netz

Zu siebt im Auto – Bundespolizei beendet Schleuserfahrt

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Bad Reichenhall – Die Bundespolizei hat am frühen Montagmorgen auf der B21 bei Bad Reichenhall einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Im Wagen des Deutschen befanden sich sechs weitere Personen. Nicht alle hatten einen Sitzplatz. Bis auf einen der Mitfahrer werden die irakischen Geschleusten das Land wieder verlassen müssen.

Auf der Bundesstraße zwischen Salzburg und Bad Reichenhall unterzogen Bundespolizisten gegen 4:30 Uhr die Insassen eines Pkw mit deutschen Kennzeichen einer Kontrolle. Der Fahrzeugführer, der aus Mittelfranken stammt, gab vor, nicht gewusst zu haben, dass er seine Begleiter von Österreich nach Deutschland gebracht hätte. Er ging davon aus, dass die gemeinsame Fahrt ausschließlich in Deutschland stattgefunden habe. Wie sich jedoch schnell herausstellte, sind die Iraker bereits im Grenzgebiet auf österreichischer Seite zugestiegen.

Da es nicht genügend Sitzplätze gab, mussten zwei Minderjährige mit dem Fußraum beziehungsweise dem Schoß einer anderen Person vorliebnehmen. Die erforderlichen Papiere für die Einreise in die Bundesrepublik hatte keiner der sechs irakischen Staatsangehörigen. Einer von ihnen verfügte über eine deutsche Duldung, die aber mit seiner zurückliegenden Ausreise erloschen war. Der unerlaubt Eingereiste muss sich bei der zuständigen Ausländerbehörde, die über seinen weiteren Verbleib im Land entscheiden wird, melden.

Nach vorliegenden Erkenntnissen waren die anderen fünf Migranten schon in Österreich und in Ungarn registriert worden. Sie werden daher die Bundesrepublik voraussichtlich wieder verlassen müssen. Gegen ihren Fahrer ermittelt die Bundespolizei. Auf den 33-Jährigen kommt ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern zu.

Pressemeldung Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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