Polizeimeldung

Wegen falscher Ausfahrt 818 Tage hinter Gittern

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Piding - Da wär ein Navi wohl gut gewesen: Weil er angeblich die letzte österreichische Ausfahrt auf der A8 verpasste, muss der wegen Totschlags gesuchte Mann seine Reststrafe absitzen.

Weil er angeblich die letzte österreichische Autobahn-Ausfahrt verpasst hatte, muss ein polnischer Staatsangehöriger nun hinter Gitter. Bundespolizisten haben den 40-Jährigen am Mittwoch, den 26. Februar, auf der A8 festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Totschlags vor.

Fahnder der Bundespolizei kontrollierten den Polen auf Höhe Piding. Er wies sich mit einem abgelaufenen polnischen Reisepass aus. Bei der Überprüfung seiner Personalien stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Potsdamer Staatsanwaltschaft. Wegen eines im Jahr 1996 begangenen Totschlag-Delikts war der damals 23-Jährige zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Von dieser waren noch 818 Tage Restfreiheitsstrafe  offen.

In der Jackentasche des Mannes fanden die Bundespolizisten zudem ein Pfefferspray ohne die erforderliche Kennzeichnung sowie ein verbotenes Einhandmesser. Der Gesuchte gab an, die letzte österreichische Ausfahrt verpasst zu haben und somit unabsichtlich in Deutschland gelandet zu sein. Der Mann wurde festgenommen und von den Bundesbeamten in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert.

Dort wird er die kommenden rund zweieinhalb Jahre hinter Gittern verbringen müssen. Zudem erwarten ihn eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgrund seines abgelaufenen Reisepasses.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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