EU-Bürger geben sich als Flüchtlinge aus

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Piding - Schleierfahnder haben auf der A8 neun EU-Bürger erwischt, die sich mit falschen Identitäten rund 50.000 Euro Asylleistungen erschlichen haben. Die ganze Geschichte:

Am vergangenen Freitag, gegen 8.30 Uhr, kontrollierten Beamte der Schleierfahndung einen bulgarischen Kleintransporter an der Anschlussstelle Piding Nord auf der Autobahn A8. Da sich vor Ort Unstimmigkeiten ergaben, wurden das Fahrzeug und die neun Insassen zur Dienststelle gelotst und genauer überprüft.

Es stellte sich heraus, dass sechs der bulgarischen Insassen bereits polizeilich bekannt waren. Allerdings „spuckte“ der Polizeicomputer andere Personendaten und eine andere, die kosovarische Staatsangehörigkeit aus. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass sich die Bulgaren mit diesen falschen Identitäten bei verschiedenen Ausländerämtern in Deutschland gemeldet und Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz zu Unrecht bezogen hatten.

Die Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und wegen Betrug und mittelbarer Falschbeurkundung angezeigt. Die Ausländerbehörden wurden von den getroffenen Feststellungen unterrichtet. Laut deren Mitteilung beträgt die Schadenssumme bei nur vier Personen bereits über 25.000 Euro. Mit einer ähnlichen Summe ist bei den anderen Personen zu rechnen.

Für die „entlarvten“ Betrüger wird es künftig keine Asylbewerberleistungen mehr geben.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa

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