Bei Kontrolle auf A8 gerade nochmal Glück gehabt

Chef bewahrt Angestellten vor Gefängnis

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Piding - Am 11. Januar hat die Bundespolizei auf der A8 vier Haftbefehle vollstreckt. Darunter ein Slowene, der nur durch finanzielle Unterstützung seines Chefs nicht ins Gefängnis musste. 

Die Bundespolizei hat am Montag, 11. Januar an einer Kontrollstelle auf der Autobahn Salzburg – München in zwölf Stunden vier Haftbefehle vollstreckt. Darunter war ein slowenischer Staatsangehöriger, der einen Gefängnisaufenthalt nur mit finanzieller Unterstützung seines Chefs verhindern konnte.

Bereits am Montagmorgen kontrollierten die Beamten auf Höhe Piding den 39-jährigen Slowenen, der von der Staatsanwaltschaft Regensburg gesucht wurde. Wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz hatte er noch über 500 Euro bei der Justizkasse zu zahlen. Sein Arbeitgeber beglich den geforderten Betrag, damit der Festgenommene seine Reise fortsetzen konnte. Wegen eines ähnlichen Verstoßes war auch ein ungarischer Staatsangehöriger vom Amtsgericht Neu-Ulm verurteilt worden. 

Seine Justizschulden von knapp 1.000 Euro zahlte der Mann direkt an der Kontrollstelle. Wenige Stunden später blieb ein weiterer Slowene im Fahndungsnetz der Bundespolizei hängen. Gegen den 34-Jährigen lag ein Haftbefehl wegen Einschleusens von Ausländern vor. Bei seiner Festnahme konnte er den geforderten Betrag von etwa 1.300 Euro aufbringen und so einer Freiheitsstrafe entgehen. 

Lediglich einen Straftäter mussten die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Bernau bringen. Der wegen Diebstahls verurteilte Bulgare konnte die geforderte Summe nicht aufbringen und wird eine 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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