A8 in Höhe Piding

1.000 Euro Schleuserlohn beschlagnahmt

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Piding - Bundespolizisten nahmen am Donnerstag einen Schleuser fest. In seinem Fahrzeug befanden sich zehn "ausweislose Personen" sowie ein Schleuserlohn in Höhe von 1.000 Euro.

In den frühen Morgenstunden des 4. Juni kontrollierten Fahnder der Bundespolizei die Insassen eines Pkws mit österreichischen Kennzeichen auf Höhe Piding. Lediglich der Fahrer des Wagens konnte sich ausweisen. Seine 10 Mitreisenden, darunter vier Kinder im Alter von fünf bis 10 Jahren, hatten keine Einreisedokumente dabei. Wegen des Verdachts einer Schleusung wurden alle 11 Personen zum Revier gebracht. Dort gab der 34-jährige Fahrer nach einigen Ausflüchten zu, die syrische und die palästinensische Familie in Budapest abgeholt zu haben. Mit dem versprochenen Lohn wollte er die Schulden aus seinem Hausbau abzahlen. Nach Angaben der Geschleusten war der Kontakt über Mittelsmänner zustande gekommen. Diese hatten 400 Euro pro Person für ihre Dienste verlangt. Die Bundespolizisten fanden bei dem Österreicher, der gebürtig aus Tschetschenien stammt, 1.000 Euro auf. Der Schleuserlohn wurde beschlagnahmt.

Nach Vorführung beim Richter lieferten die Beamten den 34-Jährigen zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Die Syrer und Palästinenser wurden der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © BIP Rosenheim

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