Müllsack über Radaranlage gestülpt

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Die fix installierte Blitzeranlage in St. Georgen

Traunreut - Die Radaranlage in St. Georgen ist umstritten - und offenbar auch für einen bislang unbekannten Täter ein Ärgernis: Er zog kurzerhand einen Müllsack über den Kasten!

Einen knappen Monat steht sie nun: die erste fix installierte Blitzeranlage im Landkreis. Über Sinn und Unsinn wurde heiß diskutiert und anscheinend bleibt die Anlage Vielen ein Dorn im Auge: Am vergangenen Mittwoch, den 3. September gegen 10.55 Uhr hatte ein bislang unbekannter Täter einen Müllsack über die Blitzanlage in St. Georgen beim Bahnübergang gestülpt und mittels Plakatklebeband zugeklebt. Die hinzugerufenen Beamten entfernten den Müllsack.

Am selben Tag jedoch, um etwa 23 Uhr, war die Radaranlage erneut mit Paketklebeband zugeklebt worden. Da es sich in St. Georgen auf der B304 um eine Unfallhäufungsstelle handelt, wurde dort eine Geschwindigkeitsmessanlage fest installiert.

Nicht einmal mehr von einem „schlechten Scherz“ kann man hier noch sprechen, denn das Strafgesetzbuch (StGB) sieht für eine derartige Tat eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Im § 316 b StGB (Störung öffentlicher Betriebe) heißt es wörtlich: „Wer den Betrieb einer der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit dienenden Einrichtung oder Anlage dadurch verhindert oder stört, dass er eine dem Betrieb dienende Sache zerstört, beschädigt, beseitig, verändert oder unbrauchbar macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“.

Die Polizei weist daher darauf hin, dass diese Aktionen ausnahmslos eine strafrechtliche Ermittlungen und eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft zur Folge haben.

xe/Pressemitteilung Polizeiinspektion Trostberg

Quelle: chiemgau24.de

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