Abzocke in Laufen

Rumänin (16) betrügt Passanten auf ALDI-Parkplatz

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Laufen - Am Montag traf die Polizei auf altbekannte Übeltäter. Eine Gruppe Rumänen zockte ein erneut ahnungslose Passanten ab.

Am Montagmittag versuchte eine 16-jährige Rumänin ihr Glück mit der Bettelei auf dem Aldi-Parkplatz in Laufen. Nachdem die Bettelei grundsätzlich nicht verboten ist, ist dies eigentlich noch nichts Verwerfliches. Die junge Rumänin gehört allerdings einer Betrügerbande an, die vorgibt, für ein Gehörlosenheim in Rumänien zu sammeln.

Tatsächlich wirtschaften die sammelnden Personen ausschließlich in die eigenen Taschen. Das Gehörlosenheim in Rumänien, für das angeblich gesammelt wird, existiert nicht. Die vorbereiteten Listen, auf denen die „Geschädigten“ ihre Spende eintragen und dann dafür unterschreiben, sind allesamt plumpe Fälschungen. Trotz intensiver Warnungen durch die Polizei in der Vergangenheit, hat die Betrügerbande immer wieder Erfolg und sehr viele Menschen „spenden“ noch.

So auch in diesem Fall in Laufen. Die Unterschriftenliste, die von der Polizei Laufen sichergestellt werden konnte, trug über 20 Eintragungen mit Zahlungen von 10 bis 20 Euro. Wie dreist diese Betrügerbanden vorgehen, zeigte sich hier auf ein Neues.

Genau die gleiche Gruppierung um die 16-jährige Rumänin war bereits am 12. Februar diesen Jahres ebenfalls auf dem Aldi-Parkplatz festgestellt und angezeigt worden. Auch im Februar waren sie mit einem Fahrzeug mit französischem Kennzeichen unterwegs. Wie es der Zufall haben will, war am Montagmittag genau der gleiche Zeuge auf dem Weg in den Verbrauchermarkt, wie bei der Feststellung im Februar. Der Zeuge erkannte die Rumänin als die Betrügerin vom Februar und verständigte sofort die Polizei. Die junge Frau erkannte den Zeugen offensichtlich auch und versuchte zu flüchten, konnte aber noch bevor sie in den französischen Passat einsteigen konnte, angehalten und der Polizei übergeben werden. 

Der Fahrer des VW Passat hatte sofort die Flucht ergriffen und war Richtung Tittmoning davon gefahren. Der 22-jährige Rumäne hatte sich allerdings kurze Zeit später bei der Polizei in Laufen gemeldet, um seine 16-jährige Begleiterin wieder abzuholen. Bei der Durchsuchung von Person und Fahrzeug konnte die Polizei keine belastenden Beweismittel, wie weitere Listen und Geld, auffinden. Offensichtlich hatte der 22-Jährige zwischenzeitlich alle Beweismaterialien aus dem Fahrzeug verschwinden lassen. Nach der Anzeigenaufnahme wurden die beiden Rumänen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei bittet eventuelle Zeuge n und „Geschädigte“ sich zum Vorfall vom Montag bei der Polizei Laufen zu melden. Nachdem auf der Liste auch Eintragungen aus Tittmoning verzeichnet waren, ist anzunehmen, dass das Betrügerpärchen vor Laufen auch in Tittmoning unterwegs war.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei zum wiederholten Mal eindringlich, derartigen Spendenaufforderungen nicht nachzukommen und nichts zu bezahlen, sondern vielmehr sofort die Polizei zu verständigen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Laufen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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