Alle Hände voll zu tun:

Schleierfahnder stoppen Schleuser im Landkreis

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Schleierfahnder der Polizeiinspektion Traunstein sowie der Bundespolizeiinspektion Rosenheim legten am Sonntag und Montag zahlreichen Schleusern das Handwerk.

Insgesamt drei Schleuser konnten die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein am Sonntag, 5. Juli, und Montag, 6. Juli, festnehmen:

Kontrolle in Freilassing:

Am frühen Sonntagmorgen, gegen 3.15 Uhr, kontrollierten die Schleierfahnder ein Fahrzeug in Freilassing. Dieses war mit acht Personen besetzt. Außer dem Fahrer, ein 34-jähriger Marokkaner, konnte keiner der aus Syrien und dem Irak stammenden Personen ein gültiges Ausweisdokument vorzeigen.

Kontrolle im Gemeindebereich Piding:

Gegen 5.30 Uhr wurde ein auf der A8 fahrender Kleintransporter zu einer Kontrolle im Gemeindebereich Piding angehalten. Hierbei stellte die Streife der Polizeiinspektion Fahndung im Laderaum des Transporters insgesamt 27 illegal eingereiste Personen fest. Der aus der Ukraine stammende 24-jährige Fahrer wurde festgenommen.

Kontrolle in Bayerisch Gmain:

Neun syrische Staatsangehörige wurden am Montagmorgen, gegen 3.45 Uhr, in der Gemeinde Bayerisch Gmain festgestellt. Nach Beobachtungen der Schleierfahnder stiegen diese unmittelbar vorher aus einem Auto aus, welches sich rasch entfernte. Den Fahndern gelang es nach einer kurzen Verfolgungsfahrt diesen anzuhalten und den Fahrer, einen 28-jährigern Marokkaner, festzunehmen.

Alle illegal eingereisten Personen stellten Antrag auf Asyl. Die drei Schleuser wurden festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung an das Fachkommissariat „Grenze“ der Kriminalpolizei Traunstein übergeben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein ordnete das Amtsgericht Laufen Untersuchungshaft gegen alle drei Schleuser an. Sie wurden in unterschiedliche Haftanstalten überstellt.

Insgesamt 41 Flüchtlinge aufgefunden 

Schleierfahnder in Neukirchen am Teisenberg:

Grenzfahnder der Bundespolizeiinspektion Rosenheim haben am frühen Montagmorgen, 6. Juli, in Neukirchen am Teisenberg 34 Personen  festgestellt, die sich nicht ausweisen konnten. Offenbar wurden die unerlaubt Eingereisten an der nahegelegenen A 8 von einem Schleuser ausgesetzt und zurückgelassen. Es handelt sich nach eigenen Angaben um afghanische Staatsangehörige. Unter ihnen befinden sich zehn Jugendliche und zwölf Kinder. Mit einem Polizeibus wurden sie zur Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim gefahren. Dort konnten sie versorgt und registriert werden. Sieben der minderjährigen Afghanen waren ohne Eltern oder sonstige Verwandte unterwegs. Sie konnten der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden. Die anderen 27 afghanischen Staatsangehörigen wurden der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Schleierfahnder in Freilassing:

In der Flüchtlingsstelle fanden sich am selben Tag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auch sieben Syrer wieder, die nach ersten Erkenntnissen von einem Ukrainer in die Bundesrepublik geschleust worden waren. Beamte der Bundespolizei stoppten das Schleuserfahrzeug in Freilassing und nahmen den mutmaßlichen Schlepper fest. Für den Schleuserlohn von ein paar hundert Euro soll er die sieben Männer von Ungarn über Österreich nach Deutschland gebracht haben. Der festgenommene Fahrer wurde auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen und in München ins Gefängnis eingeliefert.

Die Bundespolizei hat am Montag im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets insgesamt rund 180 unerlaubt Eingereiste festgestellt. Schon seit Wochen haben es die Bundespolizisten in diesem Bereich mit durchschnittlich 100 bis 200 illegalen Grenzübertritten täglich zu tun.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/ Bundespolizeiinspektion Rosenheim 

Rubriklistenbild: © dpa Picture alliance

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser