Autofahrerin verfolgt "Radl-Kokser"

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Freilassing - Alles begann mit einem harmlosen Unfall. Doch dann drehte der Radlfahrer durch, beleidigte eine Autofahrerin und ergriff die Flucht. Es kam zu einer Verfolgungsjagd.

Am 10. Mai, gegen 14.20 Uhr, kam es an der Bahnunterführung zwischen Freilassing und Perach zu einem Verkehrsunfall zwischen einem 41-jährigen Radfahrer aus Freilassing und einem Pkw.

Eine 55-jährige Frau aus Ainring fuhr mit ihrem Pkw von Freilassing auf der Salzstraße in Richtung Perach. An der dortigen Bahnunterführung hielt die Fahrerin des Pkw kurz an um sich zu vergewissern, dass kein Gegenverkehr kommt um so die Unterführung durchfahren zu können. Als sie im nächsten Moment wieder losfuhr, krachte hinten etwas gegen ihr Auto. Im Rückspiegel sah sie einen Radfahrer am Boden liegen, welcher offensichtlich mit seinem Fahrrad gegen das rechte Fahrzeugheck gefahren war.

Die Fahrerin stieg aus ihrem Pkw aus und wollte sich um den Radfahrer kümmern. Doch dieser stieg, nachdem er sich den Lenker wieder zurecht gebogen hatte, wieder auf sein Fahrrad und fuhr daraufhin weiter die Hallerstraße in Richtung Bundesstraße. Die Fahrerin des Pkw versuchte noch den Radfahrer anzuhalten und rief im nach. Doch der schrie nur „Halts Maul!“ zurück.

Da immerhin ein Sachschaden mit Kratzern am Pkw entstanden war, stieg die Fahrerin kurzerhand wieder in ihr Auto und fuhr dem Unfallverursacher hinterher und verständigte parallel dazu die Polizei. Als der Radfahrer bemerkte, dass er verfolgt wird, zeigte er auch noch seinen Mittelfinger zur Unfallgegnerin.

Die Verfolgung zog sich dann weiter bis zu einem Mehrfamilienhaus in der Salzstraße in Mitterfelden. Dort stieg der Radfahrer von seinem Fahrrad und verschwand in dem Haus. Zwischenzeitlich traf eine Streife der Polizeiinspektion Freilassing ein, um den Unfallhergang aufzunehmen. Nach kurzer Zeit kam der Unfallverursacher wieder aus dem Haus raus, stieg auf sein Fahrrad und wollte - als wäre nichts gewesen - an der anwesenden Polizeistreife einfach vorbeifahren.

Ein durchgeführter Alkoholtest ergab, dass der Radfahrer nicht alkoholisiert war. Da er aber dennoch einen berauschten Eindruck auf die Beamten machte, wurde ein Drogenschnelltest durchgeführt, welcher positiv auf THC und Kokain ausfiel. Dies hatte zur Folge, dass er sich einer Blutentnahme unterziehen lassen musste. Den Radfahrer erwartet nun eine Strafanzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr und Beleidigung.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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