In Freilassing

Kreidebleich vor Überraschung: Polizei schnappt Betrüger

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Freilassing - Am Montagabend, den 21. Dezember konnten Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein einen seit Oktober 2015 gesuchten Betrüger endlich festnehmen.

Der 44-jährige gebürtige Baden-Würtemberger wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein mit Haftbefehl wegen Betrug gesucht. Der Mann wohnt seit geraumer Zeit im Bereich Freilassing.

Der jetzige Freilassinger hatte sich im Jahre 2010 bei einem Autohaus ein Fahrzeug gemietet und eine Option zum Kauf vertraglich vereinbart. Er kam der Mietpreiszahlung jedoch schon nach kurzer Zeit nicht mehr nach. Das Fahrzeug war zunächst unauffindbar - von einem vertraglich festgelegten Fahrzeugkauf war auch nicht mehr die Rede. Dem Autohaus entstand dabei ein Schaden in Höhe von rund 9000 Euro.

Betrüger tauchte unter

Bereits im Jahre 2013 wurde der 44-jährige diesbezüglich zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro verurteilt.Einer gerichtlich vereinbarten Ratenzahlung der Geldstrafe kam er anfangs nach, stellte diese dann jedoch ein. Deshalb kam es zum Erlaß des Haftbefehls. Dieser lautete auf 1600 Euro Rest-Geldstrafe oder 39 Tage Haft. Von diesem Haftbefehl bekam der jetzige Freilassinger "Wind" und tauchte unter.

"Kreidebleicher" Betrüger in Handschellen

Umfangreiche Ermittlungen der zivilen Beamten aus Traunstein führten nun nach Freilassing. Hier klickten für den völlig überraschten und "kreidebleichen" Gesuchten im Stadtgebiet die Handschellen. Die Polizeibeamten zeigten sich aufgrund der bevorestehenden Weihnachtsfeiertage geduldig: Über mehrere Bekannte und Freunde konnte der Festgenommene die geforderte Geldsumme nach einigen Stunden aufbringen. Er verließ die Dienststelle in Freilassing zunächst als freier Mann.

Wohl nur vorübergehend auf freiem Fuß

Es läuft aktuell abermals ein Strafverfahren gegen den 44-Jährigen wegen Betruges. Er hatte vor einem Monat beim versuchten Verkauf eines gebrauchten Autos offensichtlich den Kilometer-Stand manipuliert. Nachdem der Freilassinger aufgrund des Haftbefehls untergetaucht war, konnte er erst jetzt zu diesem erneuten Betrug polizeilich einvernommen werden. Er hat auch hier mit einer nicht unempfindlichen Strafe zu rechnen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Operative Ergänzungsdienste Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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