Betrunkener teilt "Mord" mit

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Freilassing - In der Nacht ging bei der Einsatzzentrale ein Anruf ein, in dem ein Mann angab, eine Frau umgebracht zu haben. Dem war glücklicherweise nicht so:

Am Freitag, den 10.08.2012, gegen 0.50 Uhr, ging ein Notruf bei der Einsatzzentrale der Polizei in Rosenheim ein. Ein zunächst unbekannter Mann teilte mit, dass er in Freilassing in der Nähe der Rupertuskirche stehen würde und soeben eine Frau umgebracht hätte. Diese würde nun vor ihm am Boden liegen.

Diese Mitteilung löste sofort einen Großeinsatz der Polizei aus. Da im Bereich der Rupertuskirche jedoch weder der Mann, noch Blut oder ähnliches am Gehweg oder der Straße festgestellt werden konnte, wurde der Fahndungsraum erweitert. Die Fahndung verlief jedoch zunächst ohne Erfolg.

Schließlich konnte der Mitteiler festgestellt werden. Nachdem eine Überprüfung der Wohnadresse ergebnislos verlief, wurde die Fahndung nach ihm eingeleitet. Der 19-jährige Handybesitzer aus Freilassing konnte schließlich von einer Streifenbesatzung im Bereich des Kinderspielplatzes zwischen Richard-Strauß-Straße und Obere Feldstraße angetroffen werden.

Der amtsbekannte junge Mann ging sofort aggressiv gegen die Beamten vor. Er musste gefesselt, zur Dienststelle verbracht und dort wegen der starken Alkoholisierung ausgenüchtert werden. Nachdem er sich einigermaßen beruhigt hatte erklärte er, dass er die Geschichte mit dem Mord erfunden hätte.

Gegen den Anrufer wurde daher ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauch von Notrufen und Vortäuschen einer Straftat eingeleitet. Zudem verstieß er als verurteilter Straftäter gegen eine Weisung des Amtsgerichts Laufen. Der Amtsrichter hatte ihm die Auflage erteilt, bis 2014 keinen Alkohol zu konsumieren. Dieser Weisung kam der junge Mann mit über 2,2 Promille nicht nach. Mit diesem Auflagenverstoß könnte er zudem seine Bewährung verlieren und wieder einsitzen müssen.

Pressebericht Polizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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