Bundespolizei bringt Schleuser hinter Gitter

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Laufen/Freilassing - Das Urteil für zwei Männer, die eine Frau nach Deutschland schleusen wollten, ist gefallen. Den einen erwarten 9 Monate, den anderen drei Jahre ohne Bewährung.

Anfang der Woche (13. Dezember) sind zwei russische Staatsangehörige in Laufen vor Gericht gestanden. Ihnen wurde vorgeworfen, eine Landsfrau nach Deutschland geschleust zu haben. Die Bundespolizei hatte die Schleusung bereits im Juli auf der Autobahn von Salzburg Richtung München vereitelt. Nun mussten die Russen ihre Urteile entgegennehmen: drei Jahre für den polizeibekannten Beifahrer und neun Monate für den Fahrzeugführer – in beiden Fällen ohne Bewährung.

Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Männer eine 26-Jährige mit ihrem einjährigen Kind nach Deutschland geschleust hatten. Wie schon bei der Bundespolizei trugen die Angeklagten auch vor Gericht nicht zur Aufklärung des Schleusungsfalles bei. Die wenigen Angaben, die beide machten, konnten durch die vorliegenden Erkenntnisse der Freilassinger Bundespolizei zudem widerlegt werden.

Mitte des Jahres wies sich die Frau bei der Kontrolle auf der A 8 bei Anger (Landkreis Berchtesgadener Land) mit einer polnischen Aufenthaltsgenehmigung aus. Die Fahnder bemerkten allerdings schnell, dass das Dokument für eine andere Person ausgestellt worden war. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, hatte sie das Papier vom Fahrer erhalten. Da dieser erstmals mit dem deutschen Gesetz in Konflikt gekommen war, erhielt er eine neunmonatige Freiheitsstrafe.

Deutlich höher fiel das Urteil für seinen Komplizen aus. Dessen Überprüfung ergab, dass er seit 2009 bereits zwei Schleusungen verübt hatte. Vom Amtsgericht Frankfurt (Oder) war er erst in diesem Jahr wegen der Einschleusung von Ausländern zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die deutschen Behörden hatten aufgrund seiner kriminellen Machenschaften gegen ihn ein Einreiseverbot verhängt. Wegen der Missachtung der Einreisesperre und der erneuten, gewerbsmäßigen Einschleusung verhängte der Richter des Laufener Amtsgerichts eine dreijährige Haftstrafe gegen ihn. Hinzu kommen die 15 Monate aus dem zurückliegenden Bewährungsurteil.

Pressemeldung BPI Rosenheim

Rubriklistenbild: © BPI Rosenheim

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