Bulgare und Serbe knapp am Gefängnis vorbei!

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Piding - Schleierfahnder konnten einen Bulgaren und einen Serben aus dem Verkehr ziehen, die beide empfindliche Geldstrafen zahlen mussten.

Da musste die gesamte Verwandtschaft ihr Geld zusammenkratzen, damit ein per Haftbefehl gesuchter Bulgare nicht für 40 Tage hinter Gittern wanderte. Der Osteuropäer stand seit 2009 wegen Trunkenheit im Verkehr auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamtes.

Am frühen Donnerstagmorgen kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen vollbesetzten bulgarischen BMW im Bereich der Autobahnausfahrt Piding in Fahrtrichtung München. Nachdem alle Insassen mit dem Fahndungsbestand abgeglichen wurden, musste der Beifahrer, ein 31-jähriger Bulgare, auf Anordnung der Schleierfahnder das Fahrzeug verlassen. Zwei aktuelle Suchvermerke wegen einer Trunkenheitsfahrt und einer Folgetat - Fahren ohne Fahrerlaubnis nach Entzug der Fahrerlaubnis - lagen gegen den arbeitslosen Mann vor. In Anbetracht der geforderten Geldstrafe in Höhe 1.800 Euro konnten ihn letztendlich nur die Mitfahrer und seine im Raum Frankfurt am Main lebende Verwandtschaft aus der Bredouille retten. Erst nach vollständiger Begleichung der Forderungen durfte der EU-Bürger die Weiterreise antreten.

Serbe kommt relativ glimpflich davon

Obwohl er tief in den Geldbeutel greifen musste, kam ein 45-jähriger Serbe eigentlich noch relativ glimpflich davon. Nach Aktenlage bestand gegen den verheirateten Textilverkäufer seit 1992 eine rechtskräftige Ausweisung. 2009 hatte ihn die zuständige Ausländerbehörde Rhein-Neckar-Kreis per Flugzeug in seine Heimat zurückbringen lassen. Der mit unterschiedlichen Personalien und zahlreichen Straftaten vorgemerkte Reisegewerbetreibende schlitterte nur knapp an einer Haftstrafe vorbei. Am Donnerstag gegen 21.30 Uhr war der Fahrer einer Mercedes Limousine in das Fahndungsnetz der Schleierfahnder geraten.

Da die „C-Klasse“ mit französischer Zulassung bis unters Dach vollgepackt war, wurde das Fahrzeug mitsamt den Passagieren von der Autobahnanschlussstelle Piding zu einer intensiveren Kontrolle in die Halle der Fahnder umgeleitet. Trotz der vielfältigsten Schreib- bzw. Namensvarianten des gesuchten Serben erbrachten die Recherchen schließlich die Suchvermerke. Nach Anzeigeaufnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der in Frankreich lebende Mann zum unverzüglichen Verlassen des Bundesgebietes aufgefordert.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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