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Piding: Jugendhilfe hilft bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

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    • 16.08.12
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Schule und was dann?

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Piding - Welcher Beruf passt zu mir? Welche Weiterbildung macht Sinn? Mit diesen Fragen haben sich Jugendliche aus Piding die letzten Wochen auseinandergesetzt.

© Jonathan Jugendhilfe GmbH

Karla Kunze (l.) und Markus Fegg (r.) konnten Rico (2.v.l.) und Bernhard (2.v.r.) bei ihren Berufswünschen weiterhelfen.

Unter Anleitung von Jonathan Mitarbeiterin Karla Kunze und Markus Fegg, unter anderem in der technischen Ausbildung tätig, wurden außerdem Bewerbungsmappen erstellt und Vorstellungsgespräche durchgespielt. Die wichtigste Botschaft an die Jugendlichen: beim Bewerben kommt es nicht nur auf Fachwissen, sondern auf den ganzen Menschen an.

Das Berufsfindungsprojekt lief bereits im vergangenen Jahr, „weil es immer wieder Nachfragen von unseren jungen Besuchern gibt, was sie beruflich machen könnten, was möglich wäre und was überhaupt zur Auswahl steht“, erzählt Karla Kunze. Auch heuer waren die acht Plätze sofort voll, überwiegend mit Achtklässlern aus verschiedenen Realschulen. An vier Freitagabenden haben sie sich im Jugendtreff versammelt und sich über regionale Berufsangebote informiert. Nachdem jeder seine eigenen Berufswünsche und -Vorstellungen mit seinen Fähigkeiten und Interessen abgeglichen hatte, standen die Tipps zur Erstellung einer Bewerbungsmappe und Bewerbungsgespräche auf dem Programm. „Gute und aussagekräftige Bewerbungsunterlagen sind sehr wichtig“, weiß Karla Kunze und hat den Teilnehmern wichtige Tricks und Kniffe beigebracht. Vorstellungsgespräche wurden anhand von Rollenspielen trainiert.

Unterstützung bekam Kunze heuer von Markus Fegg, der ehrenamtlich mit an Bord war. Die Jugendreferentin der Gemeinde Piding, Sabine Wolf, hatte den Kontakt hergestellt. Teamtraining war sein Projektbereich, mit den Jugendlichen hat er zum Beispiel gemeinsam eine Brücke gebaut. Fegg selbst hat nach der Schule eine Ausbildung zum Metallbauer gemacht, den Meister und Maschinenbautechniker draufgesetzt, das Abitur nachgeholt und schließlich in Salzburg an der SMBS (University of Salzburg Business School) den Universitätslehrgang Executive Master in Training and Development absolviert und den akademischen Grad „Master of Training and Development“ verliehen bekommen. Seine Erfahrungen an die Jugendlichen weiterzugeben, war dem 28-Jährigen ein wichtiges Anliegen. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist er noch Lehrbeauftragter an der Privatuniversität Schloss Seeburg für die Themen Gesprächs- und Verhandlungstechniken, Moderationstechniken und Kommunikation.

„Es wird immer ein Fachkräftemangel beklagt. Dabei gibt man den Jugendlichen oft gar keine Chance, dass sie eine Lehrstelle finden, weil die Aufnahmekriterien schon so hoch gesteckt sind“, kritisiert er. Den Projektteilnehmern konnte er zum einen viel über das Ausbildungssystem im Nachbarland Österreich erzählen und zum anderen darüber informieren, wie in Betrieben Bewerbungsprozesse ablaufen. „Immer mehr Firmen erkennen, dass es bei den Bewerbern nicht nur aufs Wissen, sondern genauso auf ihr soziales Verhalten und das Agieren in einem Team ankommt. Es wird mehr auf den gesamten Menschen geschaut und das sollten die Jugendlichen wissen.“

Der 19-jährige Ricco aus Piding ist einer der acht Projektteilnehmer. Er hat in Reichenhall die Mittlere Reife abgeschlossen und geht derzeit aufs Abendgymnasium in Salzburg. Ab dem Herbst wird er zusätzlich eine Ausbildung zum Zerspanungstechniker machen. Das Berufsbild kannte er vor dem Projekt nicht. „Man arbeitet viel mit Metall und muss fräsen, bohren, senken, sägen und das interessiert mich.“ Der junge Mann ist hochmotiviert, Lehre und Schule nebeneinander zu meistern. Bernhard, ebenfalls aus Piding, hat schon im letzten Jahr am Projekt teilgenommen. Noch lernt der 17-Jährige Kinderpfleger und hatte eigentlich eine Weiterbildung als Erzieher im Auge. Jetzt soll es ein Sozialpädagogikstudium werden. Das kann er zwar eigentlich erst mit 22 Jahren beginnen, aber Markus Fegg konnte ihm aufzeigen, welche Schritte er absolvieren muss, damit er alle Zulassungsvorrausetzungen erfüllt, um seinen Berufswunsch frühzeitig näher zu kommen.

Pressemitteilung Jonathan Jugendhilfe gGmbH

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