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9. Weltblutspendertag: Im Berchtesgadener Land wird fleißig gespendet

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    • 14.06.12
    • Landkreis BGL
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Das ist "Mr. Blutspende"

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Landkreis - Eduard Schmid vom BRK ist "Mr. Blutspende". Er kümmert sich als Koordinator um die Blutspende-Termine und weiß, warum gerade im Sommer das Spenden so wichtig ist:

© bit

„Mr. Blutspende“ der BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall: Eduard Schmid aus Anger.

23 Fragen, der Personalausweis, im Alter zwischen 18 und 69, vorab viel trinken, aber keinen Alkohol, und nicht zu fettreich essen – das genügt zunächst, um als Blutspender auftreten zu können und somit letztlich als Lebensretter.

Schlüsselanhänger und Aufkleber gibt es gratis dazu. So wie eine leckere Brotzeit, ein kleines Präsent und nicht zuletzt anregende Gespräche mit Gleichgesinnten. Da sind die fünf bis zehn Minuten der eigentlichen Blutspende ein Klacks – obendrein erfolgt sie im Liegen und ermöglicht so ein paar Minuten Ruhe und Entspannung von einem mitunter hektischen Alltag.

„Was gibt es Schöneres, als helfen zu können?“

Blutspende-Termine 2012 im Berchtesgadener Land:

  • 19. Juni, 16 bis 20 Uhr in Laufen (Grundschule)
  • 26. Juli, 15.30 bis 20 Uhr in Teisendorf (Grundschule)
  • 30. Juli, 16.30 bis 20 Uhr in Piding (Grundschule)
  • 2./3. August, 15 bis 20 Uhr in Berchtesgaden (Jugendheim)
  • 29./30. Oktober, 15 bis 20 Uhr in Berchtesgaden (Jugendheim)

„Ich mache das seit vielen Jahren“, verrät Martin Seiwald aus Anger, ohne großes Aufsehen rund um sein lebensrettendes Engagement zu betreiben. Der 46-Jährige war aufgrund einer komplizierten Knie-Operation selbst schon einmal auf Konserven des roten Lebenssaftes angewiesen. Blut gespendet hat er aber schon lange zuvor, bald 50 Mal bis heute, weil es für ihn wichtig ist und zum Leben dazu gehört: „Was gibt es Schöneres, als so unkompliziert helfen zu können?“ Der Gemeindearbeiter verpasst kaum einen Blutspende-Termin in seinem Heimatort – auch nicht jenen gut eine Woche vor dem Welt-Blutspendetag an diesem Donnerstag, 14. Juni.

Wenn der Hämoglobin-Wert stimmt, der unter anderem verrät, wie viel Eisen als Sauerstoffträger im Blut mitschwimmt, keine gravierenden Vorerkrankungen vorhanden sind, bestimmte Medikamente eingenommen werden mussten oder ein längerer Auslandsaufenthalt erst kurze Zeit zurückliegt, steht einer Blutspende hierzulande nichts im Wege. „In nahezu allen Gemeinden bieten wir reichlich Termine an“, verrät Eduard Schmid, der heimische „Mr. Blutspende“ der BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall. Seit rund zehn Jahren kümmert sich der Angerer als Koordinator um die jeweils vierstündigen Abende in Schulen, Pfarr- und Jugendheimen oder BRK-Häusern zwischen Laufen und Berchtesgaden.

Eine ehrenamtliche Arbeit für den heute 71-Jährigen, der seine berufliche Laufbahn als Kreisgeschäftsführer beim Roten Kreuz freilich schon beendet hat. Eduard Schmid lebt diesen Dienst am Menschen, er blüht regelrecht auf, wenn er von seiner Arbeit berichten darf, beantwortet gerne alle Fragen. Die Menschen kommen deshalb gern zu ihm und seinem stets rund vier- bis fünfköpfigen Team. Dazu gesellen sich die – natürlich hauptamtlich arbeitenden – Ärzte und ihre Assistenten. Gesteuert wird alles vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes in München. Dorthin werden die Konserven auch sofort nach Beendigung der jeweiligen Termine gesandt und „verarbeitet“: Dazu zählt freilich das Feststellen der Blutgruppe sowie die exakte Überprüfung der abgegebenen Spenden auf ihre „Reinheit“ und Verwertbarkeit. In der Landeshauptstadt wird die rote Flüssigkeit obendrein in seine Bestandteile – rote Blutkörperchen, Blutflüssigkeit und Blutplättchen getrennt. Mit einer einzigen Blutspende kann also bis zu drei Patienten geholfen werden.

Spenden ist förderlich für Bluterneuerung

© bitAuch Angers Bürgermeister Silvester Enzinger spendet gerne sein Blut.

56 Tage sollten zwischen zwei Blutspenden liegen, von den sieben Litern, die einen Menschen durchströmen, wirdjeweils ein halber entnommen. „Das generiert sich rasch wieder und ist kein Problem, sondern für die Blutzirkulation und -erneuerung sogar förderlich“, weiß Eduard Schmid. Rund 120 Blutspender besuchen die Termine im Landkreis regelmäßig in den ländlichen Gemeinden wie Anger, Teisendorf oder Saaldorf, bis zu 200 können es schon mal in den Städten Bad Reichenhall oder Freilassing werden – dort besteht dann aber auch schon mal zwei Tage lang die Möglichkeit, „sich anzapfen zu lassen“. Männer können sechsmal im Jahr Blut spenden, Frauen wird geraten, dies nicht öfter als viermal zu tun, da sie - unter anderem aufgrund der Menstruation - mehr Blut verlieren.

Zirka acht Prozent der wohlwollenden Blutspender müssen wieder nach Hause geschickt werden, weil sie aufgrund verschiedenster Kriterien nicht geeignet sind - beispielsweise, weil sich zu wenig Eisen im Blut befindet. Die Abgelehnten erhalten ein Merkblatt mit Ernährungstipps, damit es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt klappt.

Wegen Unfällen braucht das BRK mehr Blut

„Wichtig“, so Schmid, sind „die Spenden vor allem im Sommer“. Grund: „Da passiert halt leider viel mehr, die Unfälle - vor allem der Motorradfahrer - häufen sich. Da brauchen wir ganz einfach mehr Blut“.Wenngleich den größten Anteil derjenigen, die auf Fremdblut angewiesen sind, nach wie vor Patienten mit Krebserkrankungen (19 Prozent) ausmachen. Dahinter folgen Herz-Kreislauf-Erkrankte und Magen-Darmkrankheiten (jeweils 16) und erst am Ende Unfallgeschädigte (12). Und dennoch: Von Juni bis August wird es mit den Vorräten regelmäßig knapp.

Darum liegt Eduard Schmid freilich viel dran, dass ordentlich Werbung für die Blutspende-Termine gemacht wird. Doch das Thema wird in den Medien meist erst eines, wenn es vielleicht gerade einmal nicht genug andere gibt - das berühmte Sommerloch tut dem Roten Kreuz also immer ganz gut. Der Bedarf an Blutspenden steigt Jahr für Jahr um ein bis zwei Prozent.

Im Landkreis sind die Teisendorfer aktuell die fleißigsten Blutspender (10 Prozent), gefolgt von Anger und Saaldorf-Surheim (je 8,5).

Martin Seiwald spendet nicht, um hinterher eine gute Brotzeit genießen zu können. „Da könnte ich ja gleich nach Salzburg zum Plasma-Spenden fahren – dort gibt es sogar Geld dafür“. Der ehemalige Pidinger Fußball-Jugendtrainer besucht die Termine des BRK, weil er gerne etwas Gutes tut, gerne hilft, ganz selbstverständlich. Und hinterher kann man sich bei einer Tasse Kaffee gut mit Gleichgesinnten unterhalten. Und: Früher oder später – aber auch darum geht es dem Angerer nicht – wird er von Eduard Schmid und Co. für seine vielen Spenden geehrt. Nicht nur vom heimischen Roten Kreuz gibt es eine Urkunde, auch der Blutspendedienst in München wird sich beizeiten für so viel Hilfe erkenntlich zeigen.

bit

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Kommentare

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Tammy-BGD20.06.2012, 22:10
(0)(0)

http://www.youtube.com/watch?v...

Apostelgeschichte 15:20

Peter14.06.2012, 10:38
(0)(0)

Immer freundlich, immer geduldig und ein ausgezeichneter Zuhörer!
Herr Schmid gehört zu den wenigen Menschen mit einer durchwegs positiven Ausstrahlung, die geradezu ansteckend wirkt.

Ein herzliches Danke!

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