Im Verlauf einer Demenzerkrankung durchleben Betroffene den Verlust ihres „klaren Verstandes“ und eine Beeinträchtigung ihrer emotionalen und sozialen Kompetenzen. Ein langsamer Prozess, dem mit gezielter Förderung aber entgegengewirkt werden kann. In den meisten Seniorenheimen gibt es eigene Demenzstationen, die sich auf die Behandlung dieser Erkrankung, die häufig mit zunehmendem Alter auftritt, spezialisiert haben, den Betroffenen ein beschütztes Umfeld bieten. Im Seniorenzentrum Bayerisch Gmain leben auf der Station „Enzian“ 38 gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen, um die sich ein Mitarbeiterstab von Pflegern, Therapeuten und Hilfskräften kümmert.
Mit Demenz leben
Meriyem Deneri setzt sich für eine nachhaltige Betreuung von Menschen ein, die unter Demenz oder anderer gerontopsychiatrischen Erkrankungen leiden. „Wir müssen einer Vereinsamung vorbeugen, einem Rückzug in sich selbst entgegenwirken. Mit steigender Aktivität gewinnen die Betroffenen wieder Selbstvertrauen, ihr Sozialverhalten verbessert sich, ja der ganze Mensch blüht wieder auf, so dass der Enzian als Namensgeber der Station passend gewählt wurde.“ Was einem Außenstehenden wie eine lockere Runde anmutet, oder belanglose Arbeiten im Küchendienst, sind für die Betroffenen selbst wichtige Anreize um „im Leben zu bleiben“. Wichtig ist dabei eine solide Biographiearbeit um der Persönlichkeit des Menschen gerecht zu werden. „Alles was in der Vergangenheit liegt ist irgendwie gespeichert und kann auch bei gerontopsychiatrischen Veränderungen in Ansätzen wieder abgerufen werden. Das hilft gegen das große Vergessen.“
Pressemitteilung Pflege- und Therapiezentrum Bayerisch Gmain


© Domus MeaDie Wolfshunde haben eine Schulterhöhe von 70 cm – da muss sich niemand nach unten bücken.













