Nach der Rettung des Mitarbeiters konnte der Stoff als Salpetersäure identifiziert werden. Aufgrund der falschen Lagerung des Stoffes in einem Stahlfass kam es zu einer Rauchentwicklung und Entwicklung von „Nitrosen Gasen“. Der schadhafte Behälter konnte schließlich in ein Überfass geborgen werden. Im Anschluss an die Übung konnten die Teilnehmer in einer Nachbesprechung wichtige Informationen und Handlungsanleitungen von den Ausbildern der Werkfeuerwehr in die gemeinsame Mittagspause mitnehmen.
Am Nachmittag folgte die zweite Übung, auf einem Betriebsgelände ereignete sich ein weiterer Betriebsunfall, beim Verladen von so genannten IBC Containern von einem LKW-Anhänger beschädigte der Fahrer eines Staplers einen Tank. Der Stoff Propionitril trat in größerer Menge aus. Der Fahrer des Staplers wurde auf seinem Fahrzeug ohnmächtig, für die Feuerwehrkräfte der vier Feuerwehren stellten sich wieder viele Aufgaben wie die Rettung des Staplerfahrers, Sicherstellung des Brandschutzes, Absperrung und Stoffidentifikation. Nach dem Erkunden des Soffnamens durch einen Trupp, konnte die Flüssigkeit in einen Ersatzbehälter umgepumpt werden. Hohe Außentemperaturen sowie die Tatsache, dass alle Arbeiten im Absperrbereich unter Atemschutz sowie Chemikalienvollschutzanzug erledigt werden mussten, zeigten wie belastend Einsätze mit Gefahrstoffen für die Einsatzkräfte sind und hierbei große Personalreserven benötigt werden.
Nach mehreren Stunden Ausbildung konnten die 34 Einsatzkräfte mit viel neuem Wissen die Heimreise antreten.
Pressemitteilung Feuerwehr Ainring


© Feuerwehr Oberndorf
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