Schülergruppe legt bei einem Sommercamp im Nationalpark Karten an

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Ameisenhaufen, Wespennester und Spechthöhlen

009.09.0909.09.09|Berchtesgaden|
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Berchtesgaden - Beim ersten „ESRI-Sommercamp“ im Nationalpark Berchtesgaden haben Schüler die Natur erforscht.

© NAtionalparkverwaltung

Nach einer Woche Forschung und Datenaufnahme im Nationalpark Berchtesgaden präsentierten die Teilnehmer des ersten ESRI-Sommercamps im Nationalpark-Haus ihre Ergebnisse.

Interaktive Stadtpläne im Internet, animierte Wetterberichte und Autos mit Navigationssystem – geografische Informationssysteme (GIS) sind längst Bestandteil des Alltags geworden. Auch in vielen Schulen hat die Nutzung von Geodaten bereits Einzug in den Geografieunterricht gehalten. Im Nationalpark Berchtesgaden machten sich 14 Schüler aus Mettingen in Nordrhein-Westfalen kürzlich fit für die Zukunft.

Beim ersten „ESRI-Sommercamp“ erkunden die Schüler die Natur im Klausbachtal und erstellten ihre ersten digitalen Karten. „Das Sommercamp im Nationalpark Berchtesgaden haben wir bei einem Wettbewerb gewonnen“, erklärt der 14-jährige Roman vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Mettingen. „Unser Kurs hat ein Projekt eingereicht unter dem Titel „Wohin mit dem Regenwasser“ und damit hatten wir die Nase vorn!“.

Für die Schüler war es der erste Kontakt mit der modernen Computer-Software „ArcView“. Mitarbeiter von ESRI Deutschland in Kranzberg bei München betreuten die Schüler und ermöglichten den Neuntklässlern einen Einstieg in die komplexen Anwendungsmöglichkeiten. „Unsere Sommercamps haben das Ziel, Schülern die Natur und den Umgang mit modernen Geo-Technologien näher zu bringen“, erläutert Susanne Tschirner von ESRI Deutschland.

© NationalparkverwaltungAnhand von vorgegebenen GPS-Koordinaten haben die Schüler des ersten ESRI-Sommercamps im Nationalpark Berchtesgaden eine Spechthöhle gefunden.Im Rahmen der Datenaufnahme im Gelände erfassten die Schüler Ameisenhaufen, Wespennester, Spechthöhlen und weitere Tierspuren mittels GPS. Am Klausbach bestimmten die Nachwuchs-Wissenschaftler Bachsohle, Ufervegetation, Fließgeschwindigkeit und Wassertemperatur und stellten die Ergebnisse in Karten dar. „Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell sich wissbegierige Schüler in das Programm einarbeiten und beachtliche Ergebnisse erzielen!“, zeigt sich Tschirner begeistert vom Engagement der Gruppe.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Schüler bei einem rund einstündigen Vortrag im Nationalpark-Haus Berchtesgaden. Nationalpark-Leiter Michael Vogel zeigte sich neben den anspruchsvollen Ergebnissen der Forschungen besonders erfreut über die rhetorischen Fertigkeiten der 14- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler. „Mich hat es ganz besonders fasziniert, wie überzeugend und souverän die Teenager ihre Abschlusspräsentationen gehalten haben. Dies zeigt, wie intensiv sich die Schüler mit der Materie auseinandergesetzt haben wie gut sie von den Lehrern auf die komplexen Aufgaben vorbereitet worden sind!“

Neben der Forschung und dem Erstellen von digitalen Karten kam auch die Freizeit nicht zu kurz: Die Gruppe besuchte die Dokumentation am Obersalzberg und unternahm einen Ausflug auf das Rossfeld. Betreut wurden die Gymnasiasten von den Nationalpark-Mitarbeitern Daniela Kilian, Julia Herzog, Helmut Franz und Jochen Grab.

Im kommenden Jahr wird eine weitere Schülergruppe die Chance bekommen, im Nationalpark Berchtesgaden erste Erfahrungen mit modernen Informationstechnologien zu sammeln. Infos zu den ESRI-Sommercamps gibt es im Internet unter http://esri.de/schule/camps.html.

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