Zeugen: Frauenmörder wirkte verändert

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Alexander R.

Aschaffenburg/Mespelbrunn - Der mutmaßliche Frauenmörder von Mespelbrunn hat nach Berichten von Freunden und Bekannten kurz vor der Tat sehr verändert gewirkt.

Alexander R. sei zuletzt auffällig schweigsam gewesen und habe selbst auf intensives Nachfragen hin nichts Persönliches mehr von sich preisgegeben, berichtete ein Freund des Angeklagten am Montag vor dem Landgericht Aschaffenburg.

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Über viele Jahre hinweg habe er R. als intelligent und hilfsbereit erlebt, berichtete der in den Zeugenstand gerufene Lastwagenfahrer. Bei einem letzten Treffen vor der Tat sei sein Freund aber auffallend schweigsam gewesen. Bei einem Spaziergang sei es wegen dessen Verschlossenheit sogar zu einem Streit gekommen, berichtete der 37- Jährige.

Auch die Mutter von R.s Freund, zu dem der Angeklagte eine mütterliche Beziehung gehabt haben soll, berichtete am Montag vor dem Landgericht, sie sei zuletzt nicht mehr an R. herangekommen. Anders als früher habe er sich ihr nicht mehr anvertrauen wollen. Sie habe sich auf seine ungewohnte Verschlossenheit aber keinen Reim machen können.

R. steht im Verdacht, am 25. Juli 2008 vor dem Schlosshotel Mespelbrunn (Landkreis Aschaffenburg) seine 32 Jahre alte große Liebe Carmen erstochen haben. Beide kannten sich vom Arbeiten im Hotel. Der fünf Jahre ältere mutmaßliche Täter hatte nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft nicht verkraftet, dass die verheiratete Kollegin und dreifache Mutter seine Liebe nicht erwiderte. Die Frau verblutete. R. tauchte für rund ein Jahr unter, bevor er in Frankreich festgenommen wurde.

dpa

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