Winter im Spülgang: Viel Regen und Sturm

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Großwetterlage am Samstagmittag: Ein Orkantief liegt mit seinem Zentrum („T“) über Skandinavien. Sein Sturmfeld erfasst besonders den Norden und die Mitte Deutschlands. Je enger die Luftdrucklinien gedrängt sind, umso stärker bläst der Wind. Aus Südwesten wird dabei warme Luft nach Deutschland gebracht.

Landkreis - Vom Schnee ist mittlerweile nicht mehr viel übrig geblieben - und es bahnt sich erneut Tauwetter an. Jede Menge Regen und Sturmböen könnten uns nun erwarten:

Vom Schnee, der zwischen den Jahren fiel, ist in den Niederungen nichts mehr übrig geblieben. Selbst in den höheren Lagen der Mittelgebirge heißt es in Sachen Wintersport wieder zurück auf Start. Massives Tauwetter hat dort die Wintersportmöglichkeiten stark minimiert. Warme Luft aus Südwesten und jede Menge Regen werden die Winterreste in den nächsten Tagen auch in den Mittelgebirgen immer mehr fortspülen. Den Winter spürt man in diesen Tagen höchstens noch in den Nächten. Dann können die Temperaturen stellenweise bei Aufklaren auch mal unter 0 Grad sinken.

„Die Prognosen für Schneeliebhaber sind in den kommenden 7 bis 10 Tagen eher schlecht. Es wird immer wärmer. Ab Freitag gibt es stellenweise sogar zweistellige Höchstwerte. Mitten im Hochwintermonat Januar können nach aktuellen Berechnungen im Südwesten des Landes sogar bis zu 14 Grad erreicht werden. Dazu gibt es jede Menge Regen. Das bedeutet Tauwetter bis in die Gipfellagen der Mittelgebirge. Dadurch entsteht ein neues Problem: Hochwasser. Viele Flüsse sind bereits randvoll. Auch am Rhein sind vielfach die Meldehöhen für Hochwasser erreicht. Zwar stagnieren die Pegel derzeit oftmals oder fallen sogar, das dürfte allerdings nur von kurze Dauer sein, denn ab Donnerstag droht aus Westen neuer kräftiger Regen. Da die Böden gesättigt sind können auch sie keinen Niederschlag mehr aufnehmen. Alles fließt umgehen in Bäche und Flüsse“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage:

  • Mittwoch: 0 bis 6 Grad, bedeckt, morgens von West nach Ost etwas Regen- Achtung: Gefahr von Glätte auf dem zunächst gefrorenen Erdboden!
  • Donnerstag: 3 bis 9 Grad, mit auffrischendem Wind zieht aus Westen Regen auf, der sich zum Nachmittag verstärkt, im Norden und der Mitte Sturmböen
  • Freitag: 5 bis 10 Grad, ein neues Regengebiet erfasst nahezu ganz Deutschland, im ganzen Land starker Wind, teilweise auch in den Niederungen schwere Sturmböen, bis in die Hochlagen Tauwetter
  • Samstag: 9 bis 14 Grad, neue Regenfälle ziehen über das Land, Sturmgefahr! An der Küste und in Lagen über 800 bis 900 m sind teilweise auch Orkanböen möglich! Weiter massives Tauwetter in allen Höhenlagen!
  • Sonntag: 2 bis 6 Grad, nach kurzzeitiger Abkühlung Schneeschauer bis in tiefe Lagen möglich
  • Montag: 2 bis 8 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken, zeitweise etwas Regen
  • Dienstag: 6 bis 12 Grad, im Westen und Norden neuer kräftiger Regen, erneut Sturmböen möglich!

Am Mittwochmorgen heißt es also im Westen noch einmal vorsichtig sein, denn in der Früh kann zwischen Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland leichter Regen aufziehen. Und der trifft dort teilweise auf den von der Nacht gefrorenen Boden. Es besteht stellenweise erhebliche Glättegefahr!

Wie stark der Sturm zwischen Donnerstag und Sonntag werden kann ist noch nicht ganz klar. Bisher sind in tiefen Lagen durchaus schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich. Der Schwerpunkt liegt dabei im Norden und zeitweise auch in der Mitte des Landes. Im Süden wird es wahrscheinlich etwas weniger stark stürmen. Trotzdem sind bei einer solchen Wetterlage immer wieder unschöne Überraschungen möglich. Schnell kann sich neben dem eigentlichen Tief ein kleines Randtief bilden und auch im Flachland für orkanartige Böen sorgen. Die Wetterlage muss weiter beobachtet werden!

Januar deutlich zu mild

Der Januar 2015 ist nach den ersten fünf Tagen bisher 3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel und überbietet damit derzeit sogar den warmen Vorgänger aus dem Jahr 2014. Da es am Wochenende und an den Folgetagen immer wieder Spitzenwerte von teils deutlich über 10 Grad geben kann, wird sich die positive Abweichung weiter verstärken!

Im Nordosten des Landes ist der Januar sogar 5 Grad wärmer als üblich. „Das spart auf jeden Fall wieder eine Menge an Heizenergie“ so Wetterexperte Jung und das wo die Energiepreise ohnehin einen Tiefstand erreicht haben. Das Wetter-Jahr startet äußerst verbraucherfreundlich!

Pressemitteilung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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Bettina Pohl

Bettina Pohl

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