Unwetter in der Region

Frau treibt nach Gewitter tot in Weidenbacher Bach

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Landkreis - Nach den heißen Temperaturen an den vergangenen beiden Tagen entluden sich Montagabend in der Region teils heftige Gewitter. Besonders schlimm erwischte es den Landkreis Mühldorf: Hier kam eine Frau ums Leben.

UPDATE, 23.10 Uhr, Frau leblos in Bach gefunden

Am späten Montagabend hat sich in Rattenkirchen im Ortsteil Kehrham (Lkr. Mühldorf am Inn) in Zusammenhang mit dem Unwetter ein schwerer Unfall ereignet, in Folge dessen eine 60-jährige Frau aus dem Landkreis verstorben ist. Kurz vor 21 Uhr wurde die Frau von ihrem Lebensgefährten als vermisst gemeldet. Sie wollte das Haus nur kurz verlassen und ist nicht mehr zurückgekehrt. 

Die regionalen Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Wasserwacht haben unverzüglich die Suche aufgenommen. Gegen 21.35 Uhr wurde die vermisste Frau im angrenzenden Weidenbacher Bach leblos aufgefunden und durch die Wasserwacht geborgen. Die unverzüglich eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Todesursache. Nach ersten Erkenntnisse dürfte der Tod der Frau in Zusammenhang mit den starken Regenfällen stehen.

UPDATE, 22 Uhr, Warnung aufgehoben

Die Warnungen vor Starkregen (bis Mittwoch, 8 Uhr) wurden nun aufgehoben. Das hat der Deutsche Wetterdienst soeben in einer Pressemeldung mitgeteilt. Damit scheint sich die Unwetter-Lage in der Region endgültig beruhigt zu haben.

UPDATE, 21.15 Uhr, Unwetter scheinen abzuziehen

Die großen Unwetter scheinen an der Region vorbei Richtung Niederbayern, Oberpfalz und Tschechische Republik gezogen zu sein. Gegen 20.30 Uhr hatte der Deutsche Wetterdienst seine Warnung erneut etwas zurückgestuft. Für die Landkreise Rosenheim, Altötting und Mühldorf galt noch die Stufe 3, für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land wurde lediglich vor markantem Wetter gewarnt. Dass es weitgehend ruhig geblieben ist, ist mit Sicherheit auch ein Verdienst der Rosenheimer Hagelflieger, die laut Informationen von Radio Charivari fleißig im Einsatz waren.

Nach wie vor (und auch über Nacht) gültig ist jedoch die Warnung vor starkem Regen, der in einigen Teilen der Region sogar bis Mittwochvormittag anhalten könnte. Dabei können Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Diese Warnung besitzt zunächst eine Gültigkeit bis Mittwoch, 8 Uhr und gilt für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land.

Im benachbarten Österreich zog jedoch ein ziemlich heftiges Unwetter über das Pinzgau und das Pongau (Land Salzburg). Die Feuerwehren mussten ab dem späten Nachmittag wiederholt zu kleineren Überschwemmungen und Murenabgängen ausrücken.

UPDATE, 19.40 Uhr, Warnstufe 4 für drei Landkreise

Für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf und Altötting ist die Warnung jetzt doch noch einmal erhöht worden. Nun gilt die höchste Warnstufe 4. Laut DWD gibt es schwere Gewitter von Südwesten her. Dabei gibt es extrem heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 70 l/m² pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und Hagel mit Korngrößen um Zentimeter.

UPDATE, 18.55 Uhr, Gewitter ziehen über Region

Die Gewitterwolken ziehen derzeit über die Region. Die Warnung vor Starkregen hat der Deutsche Wetterdienst noch einmal aktualisiert und dabei nun auch exlplizit die Landkreise Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land miteinbezogen. Die Warnung gilt von 18.50 Uhr bis vorerst 21 Uhr. Es sei dabei mit Niederschlagsmengen von bis zu 70 Litern pro Quadratmeter zu rechnen, so die Experten!

UPDATE, 18.15 Uhr: Unwetterwarnung zurückgestuft

Der Deutsche Wetterdienst hat am frühen Abend die Unwetterwarnungen zwecks Gewitter und Hagel für die Region etwas zurückgestuft. Bis in die Nacht hinein müsse zwar laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch mit teils starken Gewittern gerechnet werden. Allerdings wurden die Niederschlagsmengen und die Größe der möglichen Hagelkörner nach unten korrigiert.

UPDATE, 16.05 Uhr: Dauerregen nach Gewittern

Die nachmittäglichen Gewitter, die derzeit im Anmarsch sind, könnten ziemlich heftig ausfallen. Der Wetterdienst rechnet mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter und Sturmböen bis 100 km/h.

Doch das dürfte dann noch nicht alles gewesen sein: In der Nacht zum Dienstag muss - in der gesamten Region - mit ergiebigem, teils schauerartig verstärktem Regen gerechnet werden. Dabei können bis Mittwochmittag Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen.

UPDATE, 15.55 Uhr: Experte erklärt Entwicklung

UPDATE, 15.45 Uhr:

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Wetterwarnung am Nachmittag noch einmal konkretisiert. Demnach soll es im gesamten Alpenraum und Alpenvorland ziemlich ungemütlich werden.

Von Südwesten her werden schwere Gewitter erwartet. Deswegen hat der Wetterdienst für die Landkreise Rosenheim und Traunstein eine Unwetterwarnung herausgegeben. Die Warnung gitl vorerst bis Montag, 18 Uhr.

Dabei wird vor heftigem Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und Hagel mit Korngrößen um fünf Zentimeter gewarnt.

Für die Landkreise Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf gilt eine entsprechende Vorwarnung (Stand: Montag, 15.45 Uhr).

Die Erstmeldung:

Der Deutsche Wetterdienst hat bereits eine Vorabinformation veröffentlicht: Ab der Nacht zum Dienstag wird ergiebiger Regen erwartet, der bis zum Mittwoch anhalten soll. Es werden in unseren Landkreisen dabei heftige Niederschlagmengen erwartet. 

Das deckt sich mit der Prognose von Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. "In den Alpen und in Süddeutschland muss man in den nächsten 72 Stunden mit heftigen Niederschlägen rechnen. Außer Dauerregen gibt es dort am heutigen Montag auch eine hohe Unwettergefahr. Hier können neben Starkregen auch Hagel und Sturmböen mit dabei sein."

Temperaturen rauschen nach unten

Doch damit nicht genug! Jung rechnet auch mit einem extremen Temperatursturz: In 2000 Meter Höhe seien spätestens ab Donnerstag nur noch Werte um 0 Grad und Schneefall zu erwarten. An der Zugspitze soll es sogar 30 Zentimeter Neuschnee geben! "Das ist für Juli extrem außergewöhnlich", so der Wetterexperte.

Nach fast schon sintflutartigen Regenfällen ist leider auch wieder mit Hochwasser zu rechnen. "Im bayerischen Alpenvorland sind bis zu 140 Liter Regen pro Quadratmeter möglich, direkt in den Alpen können es bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter werden. Hier muss man sich auf Hochwasser und Gerölllawinen einstellen", glaubt Jung. Also kein Wanderwetter!

Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Zum Wochenende hin soll es wieder freundlicher und wärmer werden. 

Quelle: rosenheim24.de

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Martin Weidner

Martin Weidner

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