Fünf Jahre Haft für Ex-NKD-Manager

Er soll geplant haben, einen Richter zu entführen

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Der angeklagte Ex-Manager der Textilkette NKD (l) wird in Hof von Polizisten zum Gerichtssaal begleitet.

Hof - Weil er die Entführung eines Richters geplant haben soll, ist ein Ex-NKD-Manager zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Den Plan soll er im Gefängnis geschmiedet haben.

Wegen Verabredung zur Geiselnahme ist ein früherer Manager der Textilkette NKD zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Hof sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann Entführungspläne gegen einen Richter geschmiedet hatte - und zwar aus dem Gefängnis heraus, als er wegen des Vorwurfs der millionenschweren Untreue in Untersuchungshaft saß.

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der 39-Jährige damit einen Freispruch in dem Untreueverfahren erzwingen wollte. Er habe zwei Mithäftlinge damit beauftragt, ihre Kontakte in die kriminelle Szene spielen zu lassen und die Tat ausführen zu lassen. Die Mitgefangenen hatten den Angeklagten vor Gericht schwer belastet.

Der Angeklagte weist die Vorwürfe energisch zurück

Der angeklagte Manager hatte die Vorwürfe dagegen energisch zurückgewiesen und als absurd bezeichnet. Er beteuerte vor Gericht stets seine Unschuld. Seine Anwälte hatten auf Freispruch plädiert, die Staatsanwaltschaft dagegen hatte neuneinhalb Jahre Gefängnis gefordert.

In dem Untreueverfahren, das im März 2014 begonnen hatte, war er vor wenigen Monaten zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Demnach hatte er seinen früheren Arbeitgeber NKD mit Hauptsitz in Bindlach (Landkreis Bayreuth) um 3,7 Millionen Euro geprellt. Beide Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig, wie ein Justizsprecher in Hof sagte. Daher sitzt der Mann offiziell weiter in Untersuchungshaft. Sollten beide Urteile rechtskräftig werden, wird über ein Gesamtstrafmaß entschieden.

dpa

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