Bewohner der Stiftung legte nahe Wasserburg das Feuer

Attler Hof: Details zur Anklage gegen Brandstifter

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Die Stallung des Attler Hofs brannte völlig nieder. Viele Tiere kamen ums Leben, nun wurde gegen den mutmaßlichen Brandstifter Anklage erhoben.

Wasserburg - Verendete Tiere, niedergebrannte Stallungen, enormer Schaden. Der Brand am Attler Hof im Oktober 2015 hat die Region bewegt. Nun beginnt der Wiederaufbau des Stalls, außerdem wurde Anklage gegen den Brandstifter erhoben. 

Einige Monate nach dem Brand am Attler Hof, bei dem mehrere Dutzend Tiere ums Leben kamen, konnte der mutmaßliche Brandstifter - ein Bewohner der Stiftung Attl - ermittelt werden.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat jetzt Anklage erhoben, Details dazu werden bekannt.

Demnach soll der 41-Jährige am 5. Oktober 2015 abends nach einem Streitgespräch mit der Erzieherin zur Stallung des Attler Hofs gegangen sein.

Durch ein unversperrtes Tor habe er in die Stallung gelangen können, heißt es von der Staatsanwaltschaft Traunstein. In der Anklageschrift wird dem Mann vorgeworfen, dass er mit den Füßen Heu zu einem Haufen gesammelt und schließlich angezündet haben soll.

Im Stall befanden sich zum Zeitpunkt der Brandstiftung 78 Pinzgauer-Rinder und 16 Schweine. Das Feuer breitete sich zügig aus, viele der Tiere (68 Rinder und 16 Schweine) kamen in den Flammen um. Es entstand hoher Sachschaden in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Trotz schnellem Eingreifen der Feuerwehren aus der Region konnte die Stallung nicht mehr gerettet werden, doch ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude wurde verhindert.

Die Ermittlungen führten schließlich dazu, dass der Tatverdächtige Anfang Februar festgenommen werden konnte. Er soll die Brandstiftung weitgehend zugegeben haben. Ein Richter ordnete die einstweilige Unterbringung in einem Bezirkskrankenhaus an.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 41-jährigen Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit Brandstiftung vor. Laut Anklageschrift sei aufgrund der Gesamtwürdigung des Mannes und seiner Tat infolge seines Zustandes erhebliche Taten zu erwarten und der Beschuldigte für die Allgemeinheit gefährlich.

Bis es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, bleibt der Mann in Unterbringung im Bezirkskrankenhaus.

Quelle: wasserburg24.de

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