016.04.1016.04.10|Bayern|
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Flughafen - Wegen der Vulkan-Asche aus Island geht am Freitag Abend am Münchner Flughafen nichts mehr. Ab 20 Uhr wird der Luftraum über München total gesperrt.
Die Sperrung wegen der Aschewolke gelte zunächst bis Samstagmittag 12.00 Uhr, dann werde neu entschieden. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa teilte mit, sie werde am Freitagabend noch bis 20.00 Uhr von und nach München fliegen.
Insgesamt mussten bisher 360 Starts- und Landungen annulliert werden, wie ein Flughafen-Sprecher in München sagte. Das sei ein Ausfall von mehr als 25 Prozent der geplanten 1200 Flüge. Die betroffenen Flüge hatten Ziele in Norddeutschland, Skandinavien, Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten. Flüge mit südlichen Zielen seien nicht betroffen.
Die Aschewolken aus Island hatten zum Erliegen des Flugbetriebes in mehreren europäischen Städten geführt. Bis zum Freitagvormittag wurden neun Langstreckenflüge auf den Münchner Flughafen umgeleitet. “Wir rechnen mit weiteren Umleitungen am Freitag“, sagte der Airport-Sprecher. Am Münchner Flughafen ging man am Vormittag davon aus, dass die Vulkanasche-Wolken die bayerische Landeshauptstadt gegen 18 Uhr erreichen werden.
Der Nürnberger Flughafen ist bereits vor dem offiziellen Verbot des Flugverkehrs wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island so gut wie verwaist. “Bei uns ist es jetzt schon richtig ruhig“, berichtete Flughafen-Sprecher Reto Manitz am späten Freitagvormittag. Ein einziger Flug nach Mallorca werde voraussichtlich noch starten. “Wir gehen davon aus, dass ab zwölf Uhr der Luftraum gesperrt wird“, erläuterte Manitz. “Der Flugverkehr wird zum Erliegen kommen.“
Am Vormittag seien bereits mehr als 40 Flüge gestrichen worden, nur fünf Flieger in Richtung Süden hätten abgehoben. Die betroffenen Passagiere seien gut informiert gewesen und gar nicht erst angereist. Erste Beeinträchtigungen hatte es laut Manitz bereits am Donnerstagabend gegeben, weil die Flughäfen in London, Paris und Amsterdam nicht mehr angeflogen werden konnten.
Bereits am Donnerstag waren am Franz-Josef-Strauß-Flughafen 128 Verbindungen gestrichen worden. Rund 70 gestrandete Passagiere übernachteten auf Feldbetten in den beiden Terminals.
Die Flugsicherung erklärte, es sei überhaupt nicht absehbar, wenn sich die Lage normalisiere. Sie wies darauf hin, dass der ganze europäische Flugverkehr durcheinander geraten sei. Die Umstellung auf Normalbetrieb werde mehrere Tage dauern. Für die Fluglotsen ist es eine Herausforderung. “Es ist eine außergewöhnliche Situation. Die hatten wir noch nie“, sagte die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt, Ute Otterbein.
dpa
Quelle: Rosenheim24.deRubriklistenbild: © Screenshot: flightradar24.com
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