Urteil des Landgerichts

Vorbestrafter Pädophiler muss erneut in Haft

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Nürnberg - Ein vorbestrafter pädophiler Mann muss erneut wegen Missbrauchs vonKindern ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den 34-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haftstrafe.

Ein vorbestrafter pädophiler 34-Jähriger muss wegen des erneuten Missbrauchs von Kindern wieder in Haft. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den Nürnberger am Freitag zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren. Dass er nicht noch länger in Haft muss, verdankt er einer Verständigung des Gerichts mit der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft; der Angeklagte legte dafür ein umfassendes Geständnis ab.

Zugleich sah das Gericht von einer Einweisung des rückfälligen Täters in die Psychiatrie ab, nachdem ein Gutachter den 34-Jährigen als schuldfähig eingestuft hatte. Der Angeklagte habe genau gewusst, was er tat, als er nach seiner Haftentlassung im Juli 2010 erneut den Kontakt zu Buben gesucht habe, hatte der Gutachter erklärt.

Missbrauch in zehn Fällen

Der Angeklagte gab in dem zweitägigen Prozess nach anfänglichem Leugnen zu, in zehn Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben; fünf Fälle davon stuften Staatsanwaltschaft und Jugendschutzkammer als schwer ein. So habe der Angeklagte einen 13-Jährigen beim Chatten mit obszönen Sprüchen zu einem sexuellem Kontakt zu animieren versucht; bei einem Treffen habe der frühere Platzwart dem Buben in den Schritt gegriffen.

Den Kontakt zu den 11- bis 14-Jährigen hatte er nach Erkenntnissen der Ermittler auf dem Fußballplatz oder Nürnberger Schwimmbädern gesucht. Einige hatte er mit seinem Auto nach Hause gefahren. Bei diesen Gelegenheiten hatte er mehrfach den Oberkörper der Buben mit seinen Händen berührt, wogegen sich diese teils mit Bissen in seinen Arm gewehrt hatten. Einen Buben hatte er auch mit schlüpfrigen Bemerkungen konfrontiert.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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