Starkregen, Blitz und Donner in der Region

Kuhstall ausgepumpt und Blitzeinschlag in Rettungswagen

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Landkreis - Am Mittwochabend zogen zum Teil wieder richtig heftige Unwetter über die Region zwischen München und Salzburg. Dabei kam es zu zahlreichen Einsätzen der Rettungskräfte.

Landkreis Ebersberg

Stark betroffen war der Landkreis Ebersberg. Wie der Münchner Merkur berichtet, führten die einsetzenden Starkregenfälle zur zahlreichen Überschwemmungen in der Region um Ebersberg und Grafing. Insgesamt musste die Feuerwehr über 60 Einsätze bewältigen.

Zwischen Wiesham und Reitgiesing blieben in einer Unterführung zwei Autos stecken, bei Gsprait kam ein BMW in einer Unterführung ebenfalls nicht mehr weiter. Die Feuerwehr musste den Fahrzeugführer aus seinem Wagen retten. Rund 15 Feuerwehren waren im Einsatz. Die Ortsumfahrung von Ebersberg (B304) war wegen Überflutung stundenlang gesperrt.

Bei Kaps (Gemeinde Ebersberg) mussten die Floriansjünger sogar einen Kuhstall auspumpen, bei Steinhöring trat der Kesselbach über und überschwemmte die Hauptstraße.

Landkreis Rosenheim

Heftige Unwetter gab es auch im Altlandkreis Wasserburg. Ab etwa 19 Uhr waren besonders die Stadt Wasserburg sowie die Gemeinden Edling, Eiselfing, Ramerberg, Schonstett und Pfaffing betroffen. Es hat zahlreiche Notrufe gegeben. Die Feuerwehren mussten sich zum Teil gegenseitig unterstützen, um die zahlreichen Einsätze rasch abarbeiten zu können.

Im Gemeindegebiet Eiselfing traten die Murn und angrenzende Wassergräben, welche sich zurückstauten, großflächig über die Ufer und überfluteten eine Gemeindestraße. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn schließlich komplett für den Verkehr sperren. Massive Schäden scheinen aber zum Glück ausgeblieben zu sein.

Unwetter im Landkreis Ebersberg

Landkreis Traunstein/BGL

Auch in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land kam einiges runter. Vor allem das nördliche Berchtesgadener Land war betroffen. In Saaldorf musste das Spiel der Fußball-Bezirksliga gegen den TSV Waging beim Stand von 2:1 für die Hausherren in der 72. Minute wegen zuckender Blitze, Donner und Regen abgebrochen werden.

Bei Teisendorf kam es zu einem ebenso kuriosen wie gefährlichen Zwischenfall, als in einen Rettungswagen ein Blitz einschlug. Daraufhin funkte es in der Motorhaube und die komplette Elektronik des Fahrzeuges fiel aus. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt kein Patient im Fahrzeug. Die beiden Mitarbeiter blieben unverletzt und wurden von einem "Ersatzwagen" abgeholt.

Einsätze in Österreich

Auch die Feuerwehren im benachbarten Österreich waren wieder gefordert. Das Bundesland Salzburg blieb diesmal weitgehend verschont, doch Oberösterreich kam nicht so glimpflich davon. Wie salzburg24.at schreibt, musste in Vöcklabruck die Feuerwehr einen eingeschlossenen Autofahrer aus seinem überschwemmten Fahrzeug retten. Auch im Hausruck- und im Mühlviertel gab es starke Regenfälle und Sturmböen. Insgesamt waren 1.300 Feuerwehrler bei fast 300 Einsätzen stundenlang beschäftigt.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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