Schlechteste Note seit 13 Jahren

Ude-Desaster: Magets Minus-Rekord unterboten

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Christian Ude

München - Der erhoffte Ude-Effekt für die Bayern-SPD bleibt aus: Laut dem BR-Bayerntrend von Infratest dimap kommen die Sozialdemokraten zwei Monate vor der Landtagswahl nur auf 18 Prozent.

Das ist der schlechteste Wert seit Wochen. Damit liegt die Ude-SPD sogar noch unter dem bislang schlechtesten SPD-Ergebnis in Bayern, den desaströsen 18,6 Prozent der Landtagswahl 2008 unter Spitzenkandidat Franz Maget.

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Besonders bitter für den Münchner „Bürger-King“: Auch Udes persönliches Ansehen hat gelitten, seit er in den Ring ums Ministerpräsidenten-Amt gestiegen ist. Bei der Politikerbenotung bleibt er zwar hinter Parlamentspräsidentin Barbara Stamm (CSU) Bayerns beliebtester Politiker. Doch mit Verlusten von -0,2 gegenüber der letzten Umfrage fährt Ude den schlechtesten Persönlichkeitswert im Bayerntrend seit 2000 ein. Damals gaben die Bayern dem Münchner OB noch die Schulnote 2,5, auf dem Höhepunkt seiner Popularität bekam er 2006 sogar eine 2,1. Heute, kurz vor der Wahl, verschlechterte sich Ude auf 2,7. Trotz der immer noch hohen Popularität Udes würde der SPD-Kandidat auch bei der Direktwahl-Frage klar verlieren: 57 Prozent ( plus 6 Prozent) der Bayern würden sich für CSU-Chef Horst Seehofer entscheiden, nur 35 Prozent (minus 3 Prozent) für Ude, wenn der Ministerpräsident direkt gewählt werden könnte.

Auf tz-Anfrage zeigte sich der SPD-Spitzenkandidat trotz der miesen Zahlen kämpferisch: „Das wichtigste Ergebnis dieser Umfrage lautet, dass 40 Prozent der Wahlberechtigten noch unentschlossen sind, da ist buchstäblich noch alles offen. Am zweitwichtigsten ist mir die Erinnerung an die letzte Landtagswahl, da hatte die CSU zum gleichen Zeitpunkt wie jetzt vom Bayerischen Rundfunk sage und schreibe über 4 Prozent zu viel prognostiziert bekommen. Wenn das jetzt auch so ist, steht der Wechsel vor der Tür.“

Christian Ude zieht um

Christian Ude zieht um

Vernichtend sind die BR-Zahlen auch für die Bayern-FDP, die bei drei Prozent verharrt und nicht mehr in den Landtag kommen würde. Die CSU kommt wie schon bei zwei Umfragen zuvor auf eine Ergebnis, das zum Alleinregieren reicht: 47 Prozent. Die BR-Zahlen dürften für gute Laune beim heutigen CSU-Parteitag in München sorgen – und für weniger gute Stimmung beim SPD-Parteitag am Samstag in München. Denn das Dreierbündnis aus SPD, Grüne und Freie Wähler hätte zusammen nur 41 Prozent.

KR

Quelle: tz

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