620.08.1020.08.10|Bayern|1 Kommentar
|
|Schrift
a /
A||
Waging - Der verstorbene Grünen-Politiker Sepp Daxenberger sagte einmal, er glaube, der GAU von Tschernobyl sei Schuld an seinem Krebs. Wie groß ist diese Strahlengefahr heute?

© Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene
Diese Grafik zeigt die Kontanimation in Deutschland nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986
Die Belastung in Daxenbergers Heimat war damals tatsächlich sehr hoch. Heftige Regenfälle brachten das Gift aus den radioaktiven Wolken auf den Boden. Besonders stark betroffen waren die Gegenden um Murnau, Garmisch Partenkirchen und das Berchtesgadener Land.
Ja. Aber das ist heute nicht länger zwangsläufig gefährlich. Während Obst und Gemüse aus heimischen Anbau seit Jahren schon wieder bedenkenlos verzehrt werden können, ist bei Pilzen und Wild immer noch Vorsicht geboten. Die höchste Belastung mit gefährlichem Cäsium haben hier Maronenröhrlinge und Wildschweine. Grundsätzlich gilt aber: Ein gesunder Erwachsener steckt eine gelegentliche Mahzeit mit Pilzen oder Wild schon weg. Aufpassen sollten dagegen hier Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Sie kann Zellschäden auslösen. Das kann zu Krebs führen. Für Deutschland gibt es jedoch keine Studie, die den Zusammenhang zwischen erhöhter Krebshäufigkeit und dem Tschernobyl-GAU bei uns eindeutig herstellen kann. Es gibt allerdings Untersuchungen, die ein erhöhtes Krebsrisiko im Wohnumfeld von AKW-Standorten belegen.
In Bayern ist für dieses Themenfeld das Landesamt für Umweltschutz zuständig. Darüberhinaus gibt es Infos beim Verein Umweltinstitut München.
Infos zur Kernernergie in Deutschland bieten zum Beispiel das Wissensportal Kernenergie oder die Umweltorganisation Greenpeace.

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
