Verfolgungsjagd von Trostberg nach Bad Endorf

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Trostberg - Die Einsicht einer 38-jährigen Bad Endorferin kam leider zu spät. Mit ihrer "Kurzschlussreaktion" hatte sie zuvor viele andere Bürger gefährdet.

Am 13. Januar, gegen 18.15 Uhr, wurde eine 38-jährige Bad Endorferin von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Trostberg einer Kontrolle unterzogen. Auf Grund der hierbei festgestellte Fahrzeugmängel sollte das Fahrzeug auf der Dienststelle abgestellt werden. Hiermit war die Fahrzeugführerin jedoch nicht einverstanden. In einer, wie von ihr selbst im Nachhinein bezeichneten, „Kurzschlussreaktion“ gab sie Gas und entfernte sich von der Kontrollörtlichkeit.

Sofort wurde die Fahrzeuglenkerin von der nachfahrenden Streifenbesatzung mittels Blaulicht, Martinshorn und der Aufforderung „Stopp Polizei“ zum Anhalten aufgefordert. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr sie jedoch durch Trostberg, überholte unkontrolliert andere Verkehrsteilnehmer und zwang andere Autofahrer zur gewagten Ausweichmanövern. Ihr Ziel war es nach Hause zu kommen und dort das Auto in der Garage zu verstecken - über die Konsequenzen ihres Handelns machte sie sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken.

In Altenmarkt bog sie dann nach rechts auf die B304 ab und musste hinter einem Lkw bremsen. Die Polizeibeamten setzten sich mit dem Streifenfahrzeug neben ihren Pkw und versuchten das flüchtende Fahrzeug „einzuklemmen“. Doch als die Beamtin auf der Beifahrerseite aussteigen wollte, gab die Endorferin wieder Gas und drängelte sich rücksichtslos zwischen Lkw und Polizeiauto durch. Dass sie dabei beinahe die Beamtin eingeklemmt hätte und dies nur durch Bremsen des Dienstfahrzeuges verhindert wurde, nahm sie, laut späteren Angaben, nicht wahr.

In Bad Endorf konnte das Fahrzeug schließlich an der Wohnadresse angehalten werden. Erst dort wurde der Fahrzeuglenkerin bewusst, wie rücksichtslos und unbedacht sie gehandelt hatte. Nachdem nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft der Führerschein sichergestellt wurde, kam die Einsicht, dass viele unbeteiligte Mitbürger durch ihr Handeln gefährdet wurden. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen dieser Fahrt, evtl. geschädigte Verkehrsteilnehmer, welche gezwungen waren auszuweichen bzw. stark zu bremsen. Hinweise, Schadensmeldungen oder sogar Zeugenaussagen erbittet die Polizei Trostberg, Tel. 08621/9842-0.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Trostberg

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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