Spendenaktion: Hilfe für die Flutopfer

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Rosenheim/Landkreis - Das Wasser ist weg, der Schaden bleibt. Für die Hochwasser-Opfer rufen die OVB-Heimatzeitungen mit Stadt und Landkreis die Spendenaktion „Fluthilfe Rosenheim“ ins Leben.

Es ist ein erschütterndes und trostloses Bild: Acht Männer und Frauen sitzen an einer Turnhallenwand. Soeben sind sie aus ihren Häusern im Rosenheimer Süden geholt worden. Vor sich haben die Hochwasseropfer nicht nur grüne Klapptischreihen mit Decken, sondern auch eine der schlimmsten Nächte ihres Lebens. Für sie und viele weitere Betroffene haben die OVB-Heimatzeitungen zusammen mit der Stadt und dem Landkreis Rosenheim die Spendenaktion "Fluthilfe Rosenheim" ins Leben gerufen.

Für präzise Zahlen ist es noch zu früh, aber es dürften mindestens 2500 Haushalte sowie einige hundert Betriebe und Landwirte im Raum Rosenheim und im Chiemgau geben, die von der Jahrhundertflut mit voller Wucht getroffen wurden. Zählt man die zerstörten Straßen- und Schienennetze und die überschwemmten öffentlichen Einrichtungen hinzu, kommt man auch bei vorsichtiger Schätzung schnell auf einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro.

So wird es lange dauern, bis in den Flutgebieten wieder der Alltag einkehrt. Und es wird ein Kraftakt, den viele Betroffene nicht allein bewältigen können. Ihnen soll die "Fluthilfe Rosenheim" den Neubeginn erleichtern. Was Mut macht: Die Solidarität ist groß, eine ganze Region rückt zusammen, Hilfsangebote kommen von allen Seiten.

Krones-Mitarbeiter verzichten auf Feste

Dabei marschiert die Krones AG in Sachen Hilfsbereitschaft ganz vorne weg: 275 000 Euro spendet der Neutraublinger Konzern für die Hochwasser-Opfer, davon allein 100 000 Euro für die Betroffenen im Raum Rosenheim. Mitarbeiter aller Krones-Werke verzichten dafür auf ihre Betriebsfeiern. Nach Absage der Betriebsfeste für Neutraubling, Nittenau, Freising, Flensburg und Rosenheim sowie der Betriebsversammlung in Rosenheim sind das 275 000 Euro, wovon 150 000 in den Raum Regensburg/Deggendorf und 25 000 nach Freising gehen.

Natürlich freuen sich die Opfer auch über das Sofortgeld des Freistaates in Höhe von 1500 Euro, dessen Verteilung in der Region reibungslos anläuft. Doch für jene, die neue Heizungen, Küchen, Böden oder Gefriertruhen brauchen, ist das Geld nicht viel mehr als der Tropfen auf den heißen Stein. Erwartungsgemäß war der Andrang aufs Sofortgeld in Rosenheim und Kolbermoor am größten. Zahlreiche Anträge wurden bis gestern Mittag auch in Aschau (68), Prien (25) und Bernau (14) gestellt. Darüber hinaus gab es vereinzelte Antragsmeldungen aus Brannenburg, Breitbrunn, Bruckmühl, Chiemsee, Eggstätt, Bad Endorf, Bad Feilnbach, Gstadt, Neubeuern, Raubling, Riedering, Rimsting, Samerberg, Stephanskirchen und Tuntenhausen. Die von Finanzminister Markus Söder zugesagte Million für den Raum Rosenheim ist schon eingetroffen. Die Hälfte davon hat der Landkreis an Kolbermoor weitergeleitet.

Auch Sie wollen spenden? So wird es gemacht:

Für die Opfer in der Stadt Rosenheim wurde bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling (BLZ 711 500 00) das Konto 99 333 eingerichtet.

Für die Opfer im Landkreis Rosenheim und im Chiemgau gibt es bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling das Konto 999 11. Im Landkreis und im Chiemgau kann man zweck- und zielgebunden spenden. Steht zum Beispiel auf dem Zahlschein der Vermerk "Kolbermoor", "Prien" oder "Marquartstein", dann fließt die Summe zu hundert Prozent in die genannte Kommune. Jeder Einzahlungsbeleg gilt als Spendenquittung - unabhängig von der Spendenhöhe.

Bei Sachspenden setzen Sie sich mit folgenden Stellen in Verbindung: Stadt Rosenheim: Freiwilligenagentur West, Judith Klinger, Telefon 08031 / 233870, E-Mail: jk@freiwillige-rosenheim.de.

Landkreis: Landratsamt Rosenheim, Bürgertelefon, 08031 / 392-5190.

Ludwig Simeth/OVB

Quelle: rosenheim24.de

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