Skifahren im Sommer

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Junge Sportlerinnen drehen auf der neuen Skirollerbahn in Fichtelberg (Oberfranken) eine Runde auf ihren Rollski.

Fichtelberg - Die oberfränkische Gemeinde Fichtelberg bietet Wintersportlern eine neue Trainingsmöglichkeit für den Sommer.

Die Gemeinde sieht sich nun auf Augenhöhe mit bekannten Wintersportorten wie Oberhof oder Ruhpolding.

Der Grund ist eine neue Skirollerbahn, die Biathleten und Langläufern anspruchsvolles Sommertraining ermöglicht, um im Winter fit für die Wettkämpfe zu sein. Rund 1,25 Millionen kostete der Bau der 2,5 Kilometer langen Teerstrecke, die an diesen Sonntag (21. August) eröffnet wird. “Ähnliche Strecken gibt es deutschlandweit nur in Oberhof und Ruhpolding“, sagte Wolfgang Heider vom Skiclub Neubau, der die Strecke betreibt.

Die Skirollerbahn in Fichtelberg

Skifahren im Sommer

Rund 70 Prozent der Baukosten konnten mit Hilfe öffentlicher Zuschüsse gestemmt werden - auch EU-Töpfe wurden angezapft. Denn die Skirollerbahn ist Teil des “Begegnungs- und Sportparks A¨ - Fichtelberg“. Tschechische und deutsche Jugendlichen sollen in beiden Ländern gemeinsam trainieren, die böhmische Stadt A¨ ist gerade einmal 50 Kilometer von Fichtelberg im Norden des Landkreises Bayreuth entfernt.

“Die Kontakte sind da, wir freuen uns auf die Gäste aus Tschechien“, sagte Fichtelbergs Bürgermeister José-Ricardo Castro Riemenschneider. So könne die Anlage auch über Grenzen hinweg Jugendliche miteinander verbinden. “In A¨ entstand ein Spiegelprojekt in Form einer Sportanlage mit Leichtathletikbahn, Kletterwand und Ballplätzen“, ergänzte Heider.

Mit Inlineskates oder Skiroller - das sind stark verkürzte Langlaufskier mit Rollen - können Sportler über die Bahn hetzen. Biathleten können die bereits bestehenden Schießstände zum Training nutzen. “Die Skirollerbahn entspricht den internationalen Ansprüchen, sie hat ein anspruchsvolles Profil“, betonte Castro Riemenschneider. Mit den Sprungschanzen in Bischofsgrün und Warmensteinach verfüge das Fichtelgebirge nun über gute Trainingsstätten für nordischen Skisport.

Die Bahn soll aber auch Touristen für das Inlineskaten offenstehen. Im Winter kann die Anlage beschneit werden, dank Flutlicht wird dann auch Hobbysportlern abendlicher Langlauf ermöglicht. “Die Bahn ist für alle gedacht“, betonte der Bürgermeister, der aber auch hofft, dass es bald wieder den ein oder anderen Spitzen-Wintersportler aus dem Fichtelgebirge geben wird: “Die Voraussetzungen sind jetzt da, um die Talente der Region optimal zu fördern.“

dpa

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