Das Goldene Haus 2016 steht in Schechen

"Die Kraft des Alten mit Neuem gekoppelt"

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Sonderpreis-Verleihung für das "Goldene Haus 2016" in Schechen

Schechen – Die Landesbausparkassen hatte im Architekturwettbewerb „Das Goldene Haus 2016“ bei Bauherren nach besten Beispielen in der Architektur gesucht, die die Kraft des Alten mit Neuem koppeln. Fündig wurden sie in der Region:

Ein mit 2000 Euro dotierter Sonderpreis ging an Stefanie und Emanuel Heringer in Schechen sowie an deren Architekten Eike Roswag-Klinge aus Berlin. Das Objekt: Ein 150 Jahre alter Torfstadl auf dem ehemaligen Gelände der Baumwollspinnerei in Kolbermoor. Die Bauherren haben die von Abbruch und Entsorgung bedrohte historische Torfremise rückgebaut, durchrepariert und in Schechen wieder errichtet.

Dort fügt sich das in Holzständerbauweise errichtete Gebäude wie selbstverständlich in das Umfeld des alten Bahnhofs ein. Der Plan von Stefanie und Emanuel Heringer und Eike Roswag-Klinge bestand darin im Rahmen einer „Haus-in-Haus-Idee“, die Remise wie einst aussehen zu lassen, gleichzeitig aber auch die neue Nutzung als Wohn-, Büro-, und Lagerhaus sowie einer Korbflechterwerkstatt zu realisieren.

Die neuen Räumlichkeiten wurden zwischen die tragenden Achsen des alten Holzbaus integriert. Die historische Tragstruktur blieb so erhalten und deutlich sichtbar. Das alte Holzständerbauwerk prägt den großen Innenraum im Erdgeschoss mit seinen eingebauten Zwischenebenen. Großzügige Verglasungen im Erdgeschoss und ein gläserner First lassen viel Helligkeit in die Räume fließen. Bauherren und Architekt achteten beim Neubau und den zu ergänzenden Bauteilen konsequent auf CO2-neutrale, traditionelle Baustoffe wie Holzfasern zur Dämmung, Lehmputz und geseifte Tannenholzböden.

Ein Stückholzkessel sowie Sonnenkollektoren heizen die 260 Quadratmeter Wohn- und Nutzflächen, erwärmen das Wasser und werden damit zum Vorbild nachhaltigen Bauens. Bei einer Hausbesichtigung wurden dem Ehepaar Heringer und ihrem Architekten Roswag-Klinge die Urkunden des Sonderpreises von Karin Jung (Redaktion „Das Haus“) Frank Kurz (Regionaldirektor der LBS Bayern), Jochen Faust (Abteilungsleiter der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling) und Simone Kaiser (Sparkassen-Geschäftsstelle Schechen) überreicht. Dabei zitierte Frank Kurz die Jurybegründung: „Rettung und Translokation der historischen Torfremise, deren originalgetreuer Wiederaufbau und die dezente Integration eines Wohn- und Gewerbehauses, die einzigartige Wohnqualität und das sensible Engagement für Umwelt und Dorfentwicklung kann man nicht genug bewundern und loben."
 
Lutz Ellermeyer

Quelle: rosenheim24.de

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