So feiert ein Rosenheimer in China

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Zusammen mit seinem Mitbewohner gestaltete Philipp (links) zwei Unterrichtsstunden zum Thema Weihnachten. Für die chinesichen Schüler waren diese wohl mindestens so spannend, wie für die beiden Deutschen. Schließlich mussten alle Bräuche, wie der Christbaum, Geschenke oder rote Zipfelmützen erstmal erklärt werden.

Rosenheim/Jiuquan - Philipp Markus aus Rosenheim macht derzeit ein Internationales Soziales Jahr in China. So feierte er in diesen Tagen auch Weihnachten im Fernen Osten.

Philipp absolviert einen internationalen evangelischen Freiwilligendienst bei Mission-Eine-Welt. Sein Einsatzort liegt im Nordwesten Chinas, in der Provinz Gansu. Dort unterrichte er Englisch mündlich.

Als Lehrer unterrichtet Philipp, der im Sommer erst Abi gemacht hat, Englisch an einer staatlichen Middle School in Jiuquan. Eine besondere Erfahrung war für den Pfarrerssohn das Weihnachtsfest in diesem Jahr. In Absprache mit der Schulleitung, brachte er den chinesischen Schülern das christliche Weihnachtsfest und unsere Bräuche näher.

Mit roten Zipfelmützen in den Klassenraum

rosenheim24 berichtet über Philipps Jahr in China:

So berichtete er rosenheim24 vor dem Fest wie er, zusammen mit seinem deutschen Mitbewohner Arian, zwei Unterrichtstunden gestaltete: "Letzte Woche lasen wir zusammen die Weihnachtsgeschichte vor und sangen Jinglebells. Diese Woche bringen wir unseren Weihnachtsbaum, einen Adventskalender und ein großes Geschenk mit in die Klasse. Wir erzählen ihnen mit zwei roten Zipfelmützen auf dem Kopf, wie wir im Westen Weihnachten feiern, wichteln mit vorher geschriebenen Weihnachtsgrüßen und verabschieden uns zum Schluss singend mit 'We wish you a merry Christmas'."

Mehr Berichte und Fotos in Philipps Blog:

phil-in-china.com

Mit wie viel Stress die Vorbereitungen auf die Weihnachtstage verbunden sein können, merkte Philipp auch gleich, denn zum ersten Mal war er selber der Gastgeber einer Weihnachtsfeier: "Bis zum 24. Dezember gibt es für Arian und mich noch einiges zu tun, denn wir werden dieses Weihnachten die Gastgeber sein. Bis jetzt wollen dreizehn Leute mit uns zusammen den Heiligen Abend verbringen: zehn Deutsche, eine Irin und zwei Chinesen! Platztechnisch ist das kein Problem, aber bis dahin müssen wir noch zwei große Tische und genügend Stühle organisieren, die Wohnung auf Vordermann bringen, unseren ein Meter hohen Christbaum schmücken, Kartoffel-, Tomaten-, und Karottensalat für alle zubereiten und dafür natürlich auch entsprechend einkaufen."

Kirchenbesuch am Heiligen Abend

Philipp Markus vor seiner Abreise. Er zeigt auf der Karte auf die Provinz Gansu - sein Einsatzort in China.

Doch das Fest sollte auch im fernen China besinnliche Momente haben: "Am 24. Dezember treffen wir uns alle um vier Uhr nachmittags bei uns zum Weihnachtslieder singen. Ab halb acht wohnen wir dem Weihnachtsgottesdienst der Kirche in Jiuquan bei und gestalten ihn mit einer Gesangseinlage mit: wir singen „Silent Night“ vor der Gemeinde. Um halb elf gibt es dann unsere - hoffentlich leckeren - Salate zusammen mit einem sicherlich leckeren Fisch von Mina, eine 67-jährige Irin, die hier für zwei Jahre unterrichtet. Ausklingen lassen wir den Abend mit einem Obstsalat, Pudding, selbstgebackenen Plätzchen, Keksen und Milka-Schokolade aus der Heimat. Am 25. Dezember kommen wir alle nochmal zum Mittagessen zusammen. Wir werden erst ein, ebenfalls von Mina zubereitetes, gefülltes Huhn genießen und abschließend in einem Schokoladenfondue schwelgen dürfen."

Rundreise durchs Land

Philipp wird noch bis zum Sommer 2013 in China bleiben. Bald wird er in den langen Schulferien für eineinhalb Monate auf einer 8.000 Kilometer lange Route quer durch China und Tibet reisen. Danach folgen noch rund vier Monate als Englischlehrer in Jiuquan.

Marcel Görmann

 

Quelle: rosenheim24.de

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