Nach RAG-Treffen: "Es bleibt ein Restrisiko"

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Rimstings Bürgermeister Josef Mayer (Mitte) mit den RAG-Vertretern.

Rimsting - Am Dienstag waren RAG-Vertreter zu Gast im Rimstinger Rathaus. Rimsting Bürgermeister Josef Mayer bilanzierte: "Die fairen Fragen wurden allesamt gut beantwortet."

Dossier:

Rund 250 Mitglieder von Bürgerinitiativen und Gegner der geplanten Erdgasbohrung unter dem Langbürgner See waren am Dienstagabend mit Transparenten und Spruchbändern vor das Rathaus in Rimsting gezogen, um sowohl den Gemeinderäten, aber noch viel mehr den Vertretern der Rohölaufsuchungsgesellschaft (RAG) AG Austria ihre Sicht der Dinge klar vor Augen zu führen.

Mahnwache vor dem Rathaus

Sprecherin der Rimstinger Bürgerinitiative und Gemeinderätin Mary Fischer:

O-Ton

Drinnen sprachen in nichtöffentlicher Sitzung 15 Gemeinderäte und Bürgermeister Josef Mayer mit Henrik Mosser, Projektverantwortlicher der RAG AG Austria, Ingenieur Oliver Tausch (Technik), Dr. Ralph Hinsch (Geologe) und Dr. Andreas Bachmeier (Pressereferent) über die Problematik. Mit dabei waren auch Endorfs Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben und der Rimstinger Naturschutzbeauftragte Gerold Schwarzer.

Laut Bürgermeister Mayer bleibe ein Restrisiko. "Es wäre besser, am Langbürgner See keine Erdgasbohrungen vorzunehmen." Die Geheimhaltung wurde nach Beendigung der nichtöffentlichen Sitzung vom Gremium aufgehoben.

Nach der Einführung ins Thema durch Henrik Mosser stellte das Gremium Fragen, die von den Vertretern des Unternehmen beantwortet wurden. Laut Bürgermeister Mayer sei dabei die Stimmung in dem gut drei Stunden dauernden Gespräch "sehr sachlich und gesittet" gewesen. Mayer: "Die fairen Fragen wurden allesamt gut beantwortet."

Eine der Fragen war, warum unter dem Langbürgner See überhaupt Erdgasbohrungen durchgeführt werden sollen. Antwort: Seismässigen Untersuchungen hätten ergeben, dass unter dem Langbürgner See ein Erdgasvorkommen vorhanden sei. Die vermutete Ausbeute würde für die Stadt Rosenheim rund 30 Jahre reichen.

Die RAG-Vertreter wiesen darauf hin, dass sich das Unternehmen derzeit in der Planungsphase befinde. Nach einer Genehmigung und Aufbau eines Bohrturmes dauere die Bohrung rund sechs Wochen. Die Förderung betrage dann fünf bis zehn Jahre. Auf keinen Fall werde nach der Ausbeutung dort eine Lagerstätte entstehen, so Mosser. Dazu sei der Bereich zu klein. Auf Fragen nach einer Bürgschaft wurde das Bestehen einer Haftpflichtversicherung von 56 Millionen Euro genannt. Deutlich sprachen sich die RAG-Experten gegen Fracking aus.

th/ske/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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