Betrugs-Prävention

Seniorin (80) fiel auf Telefon-Betrüger rein

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Landkreis Rosenheim - Eine zu gutgläubige 80-Jährige aus dem Raum Rosenheim fiel nun auf Gewinnversprechen am Telefon herein und verlor mehrere Tausend Euro. Die Polizei warnt!

Aufgrund eines aktuellen Falles warnt die Polizeiinspektion Prien erneut vor einer Betrugsvariante, die weiterhin große Kreise zieht. Eine über 80-jährige Frau aus dem nördlichen Landkreis wurde jetzt um mehrere Tausend Euro erleichtert, weil sie gutgläubig auf die betrügerischen Anrufe einging.

Die Masche ist immer die gleiche: Bei einem Telefonanruf wird vorgegaukelt, man hätte einen größeren Geldbetrag bei einer Lotterie oder einem Gewinnspiel gewonnen. Hierbei wäre es aber angeblich erforderlich, für etwaige Gebühren oder Kosten einen kleineren Geldbetrag vorab zu überweisen. Dazu bedienen sich die Betrüger meist sogenannten Bezahldiensten wie zum Beispiel Western Union oder moneygram. Auf den Telefondisplays der angerufenen, angeblichen Gewinnern erscheint oftmals sogar eine deutsche Telefonnummer, meist aus Großstädten wie zum Beisppiel 069/… für Frankfurt. Dahinter verbirgt sich jedoch in Wirklichkeit ein Callcenter, das seinen Sitz beziehungsweise Ursprung in vielen Fällen in der Türkei hat. Mit technischen Möglichkeiten, insbesondere der Internettelefonie ist es möglich, alle beliebigen Nummern auf dem Display des Angerufenen anzeigen zu lassen. In vielen Fällen, so auch im aktuellen Fällen, sind die Betrüger dann sogar so dreist, mehrmals bei den „Gewinnern“ anzurufen und immer noch mehr angeblich kostendeckende Vorauszahlung zu ergaunern. Im vorliegenden Fall versuchte die Polizeiinspektion Prien sogar noch, durch unverzügliche Kontaktaufnahme mit dem Bezahldienst, die Überweisung vom selben Tag noch anzuhalten. Doch wenige Stunden nach der Anweisung wurde das Geld bereits in der Türkei abgehoben.

Die Polizeiinspektion Prien rät daher dringend, keinerlei Vorauszahlungen zu leisten. Diese Gewinnversprechen am Telefon sind in vielen Fällen betrügerisch, ganz sicher aber, wenn im Vorfeld etwas zu bezahlen ist. Die Polizei appelliert aber auch gleichzeitig an Angestellte und Bedienstete im Zahlungsverkehr! Wenn ältere Herrschaften Zahlungen über derart genannte Bezahldienste tätigen, ist dies sicher, von manchen Ausnahmen abgesehen, eher ungewöhnlich. Hier sollte eine gewisse Sensibilität entstehen, und eine konkrete Nachfrage seitens des Dienstleisters würde sicher in vielen Fällen einen finanziellen Schaden vermeiden. So geschehen auch in dem aktuellen Fall. Nur aufgrund des Hinweises am Schalter ging die Dame dann zur Polizei, wenngleich der Geldtransfer auch leider nicht mehr aufzuhalten war.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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