Bisher erst 300 Briefwähler in Neubeuern

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Für viele Bürger Neubeuern ein Bild des Grauens: Die gefällten Kastanien.

Neubeuern - Sollen wieder zwei neue Kastanien auf dem Marktplatz gepflanzt werden? Das Interesse an dem Bürgerentscheid darüber scheint in Neubeuern gering zu sein.

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Bei einem Bürgerentscheid am kommenden Sonntag, 3. Februar, stehen die Pläne des Gemeinderates zur Umgestaltung des Neubeurer Marktplatzes auf dem Prüfstand. Eine Bürgerinitiative will mit dem Votum den Erhalt des sogenannten Hofwirtsbichls erreichen und fordert außerdem die Pflanzung von zwei mindestens zwölf Jahre alten Kastanien. Sie sollen Ersatz für jene beiden Kastanienbäume sein, die im Herbst vergangenen Jahres auf der Basis eines Gemeinderatsbeschlusses gefällt wurden. Die Maßnahme hatte bei Teilen der Einwohner für große Empörung gesorgt.

Insgesamt sind rund 3300 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Das bisherige Interesse an der Briefwahl stuft Bürgermeister Josef Trost als eher gering ein: "Da hätte ich mir schon mehr erwartet." Bis gestern hatten lediglich etwa 300 Bürger von dieser Möglichkeit der Stimmabgabe Gebrauch gemacht. Das seien zum vergleichbaren Zeitpunkt weniger als beim Bürgerentscheid zur Ansiedlung eines neuen Gewerbegebietes, der im Sommer 2012 über die Bühne ging.

Infoveranstaltung von "Pro Neubeuern":

Gedankenaustausch zum Oberen Marktplatz

Die Wähler müssen am Sonntag nur ein Kreuz machen und damit signalisieren, ob sie der Forderung der Bürgerinitiative zustimmen oder nicht. Das Auszählen der Stimmen dürfte entsprechend schnell gehen. Trost rechnet damit, dass das Ergebnis bereits kurz vor 18.30 Uhr feststehen dürfte .

Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung beschäftigt die Bürger, nach der heftigen Auseinandersetzung der vergangegen Wochen, nun auch die Zukunft der Dorfgemeinschaft. Pfarrer Joseph Reuder spricht von einem "reinigenden Gewitter" im Vorfeld des Bürgerentscheids: "Für ein echtes Zusammenwachsen braucht es mehr, als nur auf Rechtsgrundlagen zu beharren."

Es dürfte keine Sieger und Besiegte geben

CSU-Gemeinderat Franz Steinkirchner, ebenso wie Pfarrer Reuder ein Gegner der Umgestaltung, hofft darauf, dass nach dem 3. Februar endlich wieder Ruhe einkehrt. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sei, dass die Kommunalpolitik in Neubeuern die Fähigkeit zu Kompromissen wieder entdeckt. Er will nicht, dasss es nach dem Entscheid "Sieger und Besiegte" gibt.

Kastanien weg: So sieht es jetzt am Marktplatz aus

Lesen Sie den ganzen Artikel heute im Oberbayerischen Volksblatt

Norbert Kotter/tt/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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