Abstimmung: Bairischkurs im Kindergarten?

"Unsere Kinder sollen mehr Bairisch können!"

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München - Ein Kindergarten in Trudering bietet einen freiwilligen Bairischkurs für seine Zöglinge an. Tolle Idee oder überflüssiges Angebot?

Die Meinung der Eltern, die zum Informationsabend „Dialekt im Kindergarten“ kamen, war eindeutig: Unsere Kinder sollen mehr Bairisch können. Eingeladen zu dem Treffen in den Kindergarten St. Franz Xaver hatte die Leiterin des Kindergartens, Jeannette Feuerecker, und die Erzieherin Erika Marschall. 

Der Truderinger Horst Münzinger, Vorsitzender des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte e.V. (FBSD) und Schirmherr dieses bislang einmaligen Vorhabens, begründete den Eltern die Initiative mit den wissenschaftlichen Nachweisen der Vorteile für Konzentration und Erinnerungsvermögen, wenn neben Hochsprache auch Dialekt gesprochen wird.

Dialekt als Bildungshindernis? 

Das Vorurteil, Dialekt sei ein Bildungshindernis, sei längst widerlegt. Deshalb betont auch der neue LehrplanPLUS für alle Schularten in Bayern den Dialekt stärker als bisher. Auch der Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) befürworte mehr Dialektförderung an Schulen, weil damit Sprachvermögen, Ausdrucksweise und Sozialverhalten positiv beeinflusst würden

Und nicht zuletzt könne schon früh der Wert nebeneinander gelebter Sprachen als wichtiger kultureller Bestandteil vermittelt werden. Den Kurs leitet Erika Marschall, deren Ideen zur kindgerechten Dialektkunde von den Eltern begeistert aufgenommen wurden.

Bereits im Juli forderte die Bayernpartei Bairisch als Schulfach an Münchner Schulen einzuführen. Wir möchten natürlich wissen was unsere Leser davon halten. Finden Sie die Idee gut? Oder sollte man Kinder nicht in ihrer Entwicklung beeinflussen?

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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