Polizist klagt erfolgreich gegen Entlassung

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München/Rosenheim - Nach über 30 Jahren im Dienst sollte ein Polizist entlassen werden - weil er bei seinem Schulabschluss geschummelt hatte.

Ein Polizist aus dem Landkreis Rosenheim hat erfolgreich gegen seine Entlassung geklagt und darf im Polizeidienst bleiben. Das Verwaltungsgericht München gab der Klage gegen den Freistaat am Mittwoch statt. Eine Begründung des Urteils steht noch aus. Der Mann war 33 Jahre lang Polizist gewesen - dann flog auf, dass er sich seinerzeit den Job in Uniform mit einem gefälschten Schulzeugnis erschlich. Der 51-Jährige wurde entlassen und verlor seinen Beamtenstatus. Das Verwaltungsgericht deutete in der mündlichen Verhandlung an, dass es die Maßnahme gegen den zur Tatzeit minderjährigen Kläger für unverhältnismäßig hält. Der Polizist soll seinen Dienst jahrzehntelang gewissenhaft ausgeübt haben.

Als 17 Jahre alter Schüler hatte der Mann die zehnte Klasse des Gymnasiums auch nach einem Wiederholungsjahr wegen einer Sechs in Latein nicht geschafft; ohne den Realschulabschluss hatte er die Voraussetzungen für den Polizeidienst nicht erfüllt. Er habe aber unbedingt Polizist werden wollen, sagte der Kläger. "Die Zeugnisfälschung schien mir der einzige Weg."

dpa/lby

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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