Insgesamt werden rund 34,5 Millionen investiert

Fortschritte bei Zugstrecke München-Mühldorf-Freilassing

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München/Freilassing - Nach der ersten Zwischenbilanz gibt es unter anderem neue Erkenntnisse vom millionenschweren Ausbau der Bahnstrecke: 

Bei der Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS38) gibt es neue Fortschritte. Dies teilte der regionale Projektbeirat unter Leitung von Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber und DB-Konzernbevollmächtigten Klaus-Dieter Josel nach einer ersten Zwischenbilanz mit.

Mit einem millionenschweren Arbeitspaket sorgt die DB Netz AG derzeit dafür, dass der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der bayerischen Ost-West-Verbindung besser und schneller geplant werden können. Insgesamt werden heuer und in den Jahren 2017/18 rund 34,5 Millionen Euro investiert.

Die Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS38) wird derzeit einem umfangreichen Erkundungsprogramm für den Baugrund unterzogen. Gutachter werten derzeit fast 10.000 Proben aus. Am Ende des 11 Millionen Euro schweren Erkundungsprogramms wird ein detailliertes Bild vom Baugrund entlang der bestehenden, eingleisigen Bahnstrecke stehen. Diese Leistungen sind üblicherweise grundlegender Bestandteil der Entwurfsplanung und reichen weit über die Vorplanungen hinaus.

Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber (links) und DB-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel

„Wir können am Ende so die Baukosten für das Gesamtprojekt besser abschätzen und sorgen dafür, dass es im weiteren Planungs- und Bauablauf vor allem zwischen Markt Schwaben und Ampfing zu keinen Überraschungen kommt“, erläuterte der DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel.

Ausbauplan von zentraler Bedeutung

Klarheit besteht zwischen Finanzier und Auftragnehmer – also der Bundesrepublik Deutschland und der DB Netz AG auch für die Mindestanforderung des östlichen Streckenabschnitts bis Freilassing. Auch hier wird es eine Ausbauplanung für die höchste Achslast von 22,5 Tonnen geben und eine Elektrifizierung. Eine durchgehende Zweigleisigkeit wäre aus verkehrlicher Sicht und für die Zukunftssicherung des Chemiedreiecks von zentraler Bedeutung, ergänzte Staatsminister Huber.

„Die nun begonnene Baugrund-Erkundung, aber auch die Planung im durchgehenden Standard einer transeuropäischen Verkehrsachse zeigen: Die ABS38 geht kontinuierlich voran. Der Bund hat durch die hierfür bereitgestellten Mittel erneut die Bedeutung des Bahnabschnitts herausgestellt. Jetzt muss endlich auch die enorme, großräumige Netzwirkung eines Vollausbaus bewertet werden“, so Staatsminister Huber.

Er lobte die Arbeiten als starkes Signal für alle weiteren Schritte und zeigte sich optimistisch, dass eine zweigleisige, elektrifizierte und volllastfähige Bahnstrecke auf dem gesamten Streckenabschnitt erreichbar sei. „Wir brauchen diesen Ausbau, nicht nur für die boomende Region um München, sondern auch für den leistungsfähigen Anschluss des bayerischen Chemiedreiecks bei Burghausen und überregionale europäische Verbindungen.

Landesregierung setzt sich für weitere Streckenausbauten ein

Eine durchgehend ausgebaute Bahnstrecke bedeutet einen enormen wirtschaftlichen Gewinn für ganz Bayern. Die Strecke ist Bestandteil des EU-Kernnetzes und ist ein entscheidender Baustein für die wichtige Magistrale Rhein-Donau.“

Huber betonte mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zum Bundesverkehrswegeplan, dass sich der Freistaat nach wie vor für eine durchgehende Zweigleisigkeit auch hinter Mühldorf/Tüßling einsetzen werde. „Angesichts der Wachstumsperspektiven des bayerischen Chemiedreiecks sowie der Euro-Region Salzburg-Freilassing brauchen wir auch hier ein gutes Verkehrsangebot und den durchgängigen Güterverkehr bis nach Triest.“

Auch als sinnvolle Verlängerung eines künftigen dritten Schienenkorridors durch Deutschland sei der Ausbau sehr wirkungsvoll. Die Pläne für einen so genannten Ost-Korridor enden derzeit bei Regensburg. Eine sinnvolle Verlängerung durch Oberbayern nach Salzburg erarbeitet die DB Netze derzeit.

Aus Sicht der Deutschen Bahn AG verweist der Konzernbevollmächtigte auf die Wechselwirkung der Ausbaustrecke zu anderen bayerischen Großprojekten. „Ob zur Entlastung des Bahnknotens München, des Brenner-Nordzulaufs und der Seehafenverkehre in Richtung Hamburg über unsere Nord-Süd-Korridore: Die ABS 38 ist ein Schlüsselprojekt für unsere anderen Großprojekte im Süden und nimmt eine Art Drehscheiben-Funktion für die Verteilung der wachsenden Verkehrsmengen ein.“

Pressemitteilung Deutsche Bahn AG

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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