Zahlreiche Einsatze für Münchner Bundespolizei

Streit, kaputte Scheiben und Hakenkreuz-Shirt

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München - Stressiges Wochenende: Zahlreiche Strafanzeigen, vorwiegend wegen Körperverletzungsdelikten, musste die Bundespolizei am Sonntag aufnehmen.

Bislang unbekannte Täter schlugen am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz am Bahnsteig 1 und 2 gegen 01:50 Uhr zwei Brandmelder ein. Dadurch kam es zu Verzögerungen im S-Bahnverkehr. Die Bundespolizei wertet nun Videoaufzeichnungen aus und hat Ermittlungen wegen Missbrauch von Notrufeinrichtungen und Sachbeschädigung eingeleitet.

Ein 26-jähriger, alkoholisierter Ecuadorianer (0,58 Promille) schlug gegen 02:15 Uhr am Hauptbahnhof München einer 29-jährigen Nepalesin mit voller Wucht mit der Hand aufs Gesäß. Dank zweier ihn verfolgender Zeugen konnte der Mann wenig später von einer Steife der Bundespolizei im S-Bahnzwischengeschoss gestellt werden.

Sudanese schlägt nach S-Bahn-Mitarbeitern

Gegen 06:45 Uhr schlug ein alkoholisierter 20-jähriger Sudanese (1,5 Promille) am Haltepunkt Marienplatz im Rahmen einer Fahrausweiskontrolle nach zwei Mitarbeitern des S-Bahn-Prüfdienstes; verletzte diese aber offensichtlich nicht.

Ein 21-jähriger, alkoholisierter Somalier (1,1 Promille), der gegen 10:35 Uhr Reisende am Münchner Hauptbahnhof belästigte, sollte zur Dienststelle mitgenommen werden. Dabei leistete er den Beamten sowohl auf dem Weg als auch in der Wache aktiv Widerstand. Dabei schlug und trat er nach den eingesetzten Bundespolizisten.

Deutsche trägt Hakenkreuz auf T-Shirt

Gegen 13:00 Uhr wurde am Ostbahnhof eine 29-jährige Deutsche festgestellt. Die Neuhauserin trug ein T-Shirt der Musikgruppe "Doom", auf dem sich u.a. auch ein Hakenkreuz befand. Das T-Shirt wurde sichergestellt; das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums München wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen informiert.

Bei einer Personenkontrolle am Ostbahnhof, die im Rahmen einer Fahrscheinstreitigkeit für den S-Bahn-Prüfdienst erfolgte, erbrachte ein Datenabgleich bei einem 29-jährigen Deutschen gegen 20:40 Uhr, dass er von der Staatsanwaltschaft Memmingen zur Haftvollstreckung ausgeschrieben worden war. Er war vom Amtsgerichtes Neu-Ulm am 28. Juli letzten Jahres wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.350 Euro verurteilt worden. Da er diese bislang nicht beglichen hatte, aktuell über kein Bargeld verfügte, muss er nun voraussichtlich für die kommenden 90 Tage eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.

Streit am Bahnsteig und Körperverletzung

Zwei Nigerianer gerieten gegen 23:05 Uhr im RE 4092 in verbalen Streit. Im weiteren Verlauf kam es im Münchner Hauptbahnhof am Gleis 24 zu gegenseitigen körperlichen Auseinandersetzungen. Hierbei erlitt ein 36-Jähriger ein Cut am Auge und wurde vorsorglich ins Krankenhaus verbracht. Sein ein Jahr älterer Kontrahent stürzte unabhängig der Tätlichkeit eigenverschuldet - vermutlich alkoholbedingt - am Bahnsteig zu Boden und blieb dort regungslos liegen. Der mit 1,50 Promille Alkoholisierte wurde am Bahnsteig vom Rettungsdienst versorgt, kam aber schnell wieder auf die Beine.

Bereits am Samstagmorgen (21. Mai) waren mehrere Personen an der S-Bahnhaltestelle Hackerbrücke tätlich aneinander geraten. Ihr Streit hatte verbal in einer nahen Diskothek begonnen und sich gegen 04:50 Uhr am Bahnsteig an der Hackerbrücke fortgesetzt. Drei alkoholisierte Männer im Alter von 19, 21 und 22 Jahren sollen dabei einen 18- und 19-Jährigen niedergeschlagen haben. Die Geschädigten erlitten leichte Verletzungen im Gesicht. Einer der Tatverdächtigen, ein 19-jähriger Deutscher, musste dabei von den Einsatzkräften körperlich überwältigt werden, da er sich auch gegenüber den Bundespolizisten aggressiv verhalten hatte.

Unbekannte schlagen Scheiben ein

Am Abend des 21. Mai beschädigten vier bislang unbekannte Männer gegen 23:05 Uhr in einer S-Bahn mehrere Scheiben. In der von Feldafing nach Starnberg verkehrenden S6 zerschlugen sie eine Trenn- sowie eine Außenscheibe und beschmierten eine weitere Scheibe mit schwarzem Lackstift. Die vier Personen verließen am Bahnhof Starnberg die S-Bahn. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet und wertet nun die Videoaufzeichnungen aus. Sachdienliche Hinweise werden unter 089/515550-111 entgegengenommen.

Pressemeldung Bundespolizei München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bu ndespolizei

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