IHK veröffentlicht Zahlen für die Region

In regionalen Betrieben: 156 Azubis aus Fluchtherkunftsländern

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Mühldorf/Rosenheim - Einige kleine und mittelständische Betriebe in der Region bilden Flüchtlinge aus und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft:

DieBetriebe in der Region beschäftigen 156 Auszubildende aus Fluchtherkunftsländern: 19 im Landkreis Altötting, 27 im Landkreis Mühldorf, 16 im Berchtesgadener Land, 20 im Landkreis Traunstein sowie 74 in Stadt und Landkreis Rosenheim. Von diesen Ausbildungsverträgen in Industrie, Handel und Dienstleistungen wurden 48 seit Beginn des Jahres geschlossen. 

Dies geht aus der aktuellen Ausbildungsstatistik der IHK für München und Oberbayern zum 31. Juli hervor. „Die kleinen und mittelständischen Betriebe leisten trotz aller bürokratischen Hürden einen großen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Sie kommen damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung vorbildlich nach“, sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Neues Gesetz sorgt für mehr Sicherheit 

Die Bereitschaft der Unternehmen, Flüchtlinge auszubilden, dürfte aus Sicht der IHK noch zulegen. „Das neue Bundesintegrationsgesetz gibt den Betrieben nun endlich die nötige Rechts- und Planungssicherheit, weil es das von den bayerischen IHKs vorgeschlagene ‚3+2-Modell‘ enthält: Das bedeutet, Flüchtlinge können ihre Ausbildungunabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens abschließen und weitere zwei Jahre in Deutschland bleiben“, erklärt der IHK-Chef. 

„In Bayern haben wir mit den zweijährigen Berufsintegrationsklassen an den Berufsschulen ein ideales Instrument, um jugendliche Flüchtlinge sprachlich, fachlich und kulturell auf eine Ausbildung vorzubereiten“, so Driessen. Wegen des zunehmenden Bewerbermangels waren im vergangenen Jahr in Oberbayern Tausende Lehrstellen unbesetzt geblieben.

Die IHK für München und Oberbayern hat ebenfalls ein Integrationsteam mit vier Beratern und zwei Koordinatoren aufgebaut, das Betrieben bei der Ausbildung von Flüchtlingen als Lotse zur Seite steht. Das Beraterteam informiert zu allen praktischen, rechtlichen und interkulturellen Fragen vor, während und nach der Ausbildung, unter anderem zu Anerkennungsverfahren sowie Förder- und Begleitmöglichkeiten.

Die Experten helfen zudem beim Einstieg junger Geflüchteter ins Berufsleben und stehen dazu im engen Kontakt mit Ansprechpartnern der Agentur für Arbeit, Jobcenter und Berufsschulen in ganz Oberbayern. Stefanie Gutzeit betreut als Integrationsberaterin die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener und ist telefonisch unter 089 5116-2056 sowie per E-Mail an stefanie.gutzeit@muenchen.ihk.de erreichbar. MehrInformationen und ein Leitfaden zur Beschäftigung von Flüchtlingen finden sich unter www.ihk-muenchen.de/fluechtlinge

Für die Auswertung der Ausbildungsstatistik wurden die Nationalitäten der Haupt-Fluchtherkunftsländer laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) analysiert. Der Aufenthaltsstatus eines Auszubildenden wird von der IHK nicht erfasst. Die meisten Auszubildenden aus Fluchtherkunftsländern kommen aus dem Kosovo (36), gefolgt von Bosnien und Herzegowina (29), Afghanistan (27), Serbien (15), Albanien und dem Irak (jeweils 5). Aus Syrien verzeichnet die IHK bislang 5 Auszubildende.

Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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