Menschenhandel: Zirkus weist Vorwürfe zurück

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Nürnberg/Ansbach - Ein derzeit in Nürnberg gastierender Zirkus wehrt sich gegen den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, Menschenhandel betrieben zu haben.

Zugleich erklärten die Zirkusbetreiber, dass sie ihren Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssten.

Die Staatsanwaltschaft Ansbach wirft dem Zirkus vor, knapp vier Dutzend Arbeiter und Artisten aus Osteuropa und Nordafrika unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt zu haben. Am Ende sei ihnen selbst das zugesagte karge Monatsgehalt von etwa 800 Euro vorenthalten worden, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Karl. Die Menschen seien regelrecht ausgebeutet worden.

Das Zirkusunternehmen dagegen räumte zwar am Montag ein, dass die Gehaltszahlungen bei schlechter wirtschaftlicher Lage hinausgezögert worden seien. Bei “besserem Geschäftsgang“ seien die Gagen aber stets nachbezahlt worden. Aufgrund der Ermittlungen müsse der Zirkus seinen Betrieb einstellen, ein Gastspiel in Köln sei bereits abgesagt worden. Der Zirkus sei “restlos pleite“, hieß es in einer Mitteilung.

dpa

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