Töginger Sextäter: Sicherungsverwahrung

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Tatort Maisfeld.

Traunstein/Töging - Es war eine Tat, die grausamer nicht sein hätte können: Ein 41-jähriger Sexualverbrecher zog ein 16-jähriges Mädchen in ein Maisfeld, vergewaltigte es, übersähte es mit Messerstichen und überschüttete es mit Spiritus. Jetzt wurde das Urteil gesprochen!

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Das Landgericht Traunstein verurteilte den 41-Jährigen am Mittwoch wegen Vergewaltigung und Mordversuchs an einem Mädchen zu 13 Jahren Haft. Außerdem ordnete die Jugendkammer anschließende Sicherungsverwahrung an. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Der Sextäter von Töging im Landgericht Traunstein. 

Der vorbestrafte Täter hatte zu Prozessbeginn gestanden, der 16- Jährigen im Juli 2009 in einem Maisfeld im oberbayerischen Töging a. Inn aufgelauert zu haben, um sie zu vergewaltigen und anschließend zu ermorden. Tatsächlich verging er sich an der Schülerin. Danach stach er mit einem Messer fast 30 Mal in Hals und Nacken des Mädchens, ehe er es mit mehreren Litern Spiritus übergoss. Er zündete die Kleidung aber nicht an. Die lebensgefährlich Verletzte konnte Hilfe holen und wurde durch eine Notoperation gerettet.

Bilder aus dem Gerichtssaal:

Prozess gegen Sextäter von Töging

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Mit seinem Geständnis ersparte der Mann dem Mädchen eine Aussage vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess auf 14 Jahre Haft plädiert, der Verteidiger 10 Jahre für ausreichend gehalten. Außerdem muss der 41-Jährige 20 000 Euro an das Opfer zahlen. Die Wiederholungstat des Sexualstraftäters hatte im vergangenen Jahr zu einer politischen Kontroverse über den Strafvollzug geführt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rügte schwere Versäumnisse der Justiz. Es sei falsch gewesen, den Vergewaltiger nicht dauerhaft in der geschlossenen Abteilung einer Nervenklinik zu lassen. Der Sexualstraftäter sei “als hoch rückfallgefährdet eingestuft“ gewesen, wechselte aber in den normalen Strafvollzug. Das Landgericht Saarbrücken erklärte jedoch seinerzeit, mangels gesetzlicher Handhabe habe die Strafvollstreckungskammer den Mann “im Bewusstsein der bestehenden Gefährlichkeit“ und “sehenden Auges“ in den Strafvollzug schicken müssen, damit er seine Reststrafe absitzt. Im Oktober 2008 kam er auf freien Fuß, blieb aber unter sogenannter Führungsaufsicht unter anderem mit polizeilicher Meldepflicht.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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