So wird das Wetter diese Woche 

Polarluft versenkt nächste Woche unseren Sommer!

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Der Lichtblick vor dem Absturz: Hoch Daniel bringt ab Samstag in Deutschland zeitweise viel Sonnenschein und Wärme

Landkreis - Immer wenn man denkt, es gehe in diesem Sommer nicht noch schlimmer, wird man schnell eines Besseren belehrt. Wie es diese Woche vom Wetter her aussieht, weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung:

Seit einigen Tagen sprechen Experten von einem möglichen massiven Polarluftvorstoß Mitte der kommenden Woche. Und die Anzeichen verdichten sich nun immer mehr, dass es genauso kommen könnte. Das gemeine daran: Im Vorfeld wird es am Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag nochmal sommerlich warm. Die Temperaturen machen einen satten Sprung nach oben und nähern sich lokal der 30-Grad-Marke.

„Da hat man nach dem ganzen Herbstwetter der vergangenen Tage ab Samstag endlich das Gefühl, dass nun der Hochsommer kommt und dann gibt es direkt ab Wochenmitte eine neue heftige Breitseite gegen den Hochsommer. Die kalte Polarluft wird aber auch wirklich jedes Sommerfeeling aus Mitteleuropa und Deutschland vertreiben. Statt T-Shirt und Badehose, können wir dann die warmen Klamotten hervorkramen. Nachts wird es ab Donnerstag nächste Woche fast überall einstellige Werte geben. Vor 13 Jahren haben wir im August 2003 noch unter einen extremen Hitzewelle gelitten, nun kommt das krasse Gegenteil“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net

In den Alpen wird es in der zweiten Wochenhälfte dann sogar bis auf 2000 Meter herab schon wieder Schnee geben. Man kann es drehen und wenden wie man will, aber dieser Sommer kommt einfach nicht in die Gänge. Er brachte uns bisher nicht eine einzige Hitzewelle, die den Namen auch nur ansatzweise verdient hätte. Da wurde es immer mal ein oder zwei Tage um oder knapp über 35 Grad heiß, dass war es dann aber auch schon.

Davor gab es eine noch nie da gewesene Unwetterserie, die uns einen Milliardenschaden beschert hat. „Stabilität ist in diesem Sommer in der Tat ein echtes Fremdwort. In diesem Sommer gab es bisher nicht ein einziges stabiles Hochdruckgebiet über unseren Köpfen“ erklärt Wetterexperte Jung. Das muss man auch erstmal schaffen! Die Spitzenwerte der kommenden Tage zeigen eindrucksvoll, wie sich der Sommer zunächst versucht nochmal aufzubäumen, um dann steil abzustürzen:

Hier die Entwicklung der kommenden Tage:

Freitag: 17 bis 25 Grad, im Südosten Dauerregen, sonst viele Wolken und Schauer

Samstag: 18 bis 25 Grad, Hoch Daniel kommt, es wird etwas freundlicher, wir müssen aber immer noch mit Schauern rechnen

Sonntag: 20 bis 28 Grad, abgesehen vom Norden steht ein toller Sommertag vor der Tür, den sollten alle unbedingt nutzen! Im Norden Wolken und Schauer!

Montag: 18 bis 28 Grad, im Norden noch ein paar Schauer, sonst nochmal schönes Sommerwetter

Dienstag: 18 bis 29 Grad, erst freundlich, dann ziehen aus Westen Wolken mit Regen auf, teilweise gibt es auch Gewitter

Mittwoch: 16 bis 23 Grad, launisches Aprilwetter mit Schauern

Donnerstag: 13 bis 21 Grad, windig, immer wieder kräftige Schauer, in den Alpen tanzen die Flocken bis auf 2000 m herab

Freitag: 14 bis 20 Grad, Sonne, Wolken und Schauer im Mix

Samstag: 15 bis 21 Grad, in der Mitte und im Norden Regen, nach Süden freundlicher

Sonntag: 17 bis 23 Grad, viele Wolken und immer wieder Regen oder kurze Schauer

Nach Wochenmitte werden in der kommenden Woche also selbst 20 Grad am Tag kaum noch erreicht. Da liegen wir temperaturtechnisch eher im Oktober als im August. 

Genießen Sie den kommenden Sonntag! Hoch Daniel beschert dann fast ganz Deutschland einen tollen Sommertag. Einzige Ausnahme: der Norden. Dort tummeln sich Wolken und auch Schauer sind möglich. Besonders Schleswig-Holstein wird das zu spüren bekommen. Sonst aber wird es ein toller Tag zum Schwimmen oder Grillen. Auch die neue Woche startet ja noch ganz schön, doch ab Mittwoch schlägt dann der Herbst mit voller Macht zu.

Statt Hundstagen, der heißesten Zeit des Jahres, und Hochsommer haben wir dann weitgehend Vollherbst. Und die Kühe auf den höher gelegenen Almen in den Alpen werden dann zeitweise sogar im Schnee stehen, denn die Schneefallgrenze sinkt auf 2000 Meter, vielleicht auch noch tiefer…

Pressemitteilung Wetterexperte Dominik Jung

Quelle: rosenheim24.de

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