Wetterdienst verlängert Hitzewarnung

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Landkreis - Tief Ela und Hoch Wolfgang sorgen weiter für eine rekordverdächtige Hitze in der Region. Jetzt hat der Deutsche Wetterdienst die Hitzewarnung sogar verlängert.

UPDATE: Dienstag, 10 Uhr:

Es bleibt heiß: Die am Sonntag vom Deutschen Wetterdienst ausgesprochene Hitzewarnung für die Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land wurde bis einschließlich Mittwoch, 11. Juni, 19 Uhr verlängert. Am heutigen Dienstag soll es gefühlte Temperaturen über 32 Grad geben, am Mittwoch bis zu einer Höhe von 800 Metern gefühlte Temperaturen über 33 Grad.

Bislang gibt es aber zum Glück keine Unwetterwarnung für die fünf Landkreise.

UPDATE: Montag, 10 Uhr:

Der Deutsche Wetterdienst hat am Montagvormittag die am Sonntag herausgegebene Hitzewarnung verlängert: Diese gilt nun für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land bis einschließlich Dienstag, 10. Juni, 19 Uhr.

Starke Wärmebelastung stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Gefährdet sind insbesondere ältere, pflegebedürftige oder kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder. Allgemeine Handlungsanweisungen für das Vorgehen bei großer Hitze finden Sie HIER.

UPDATE: Sonntag, 11 Uhr:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer starken Wärmebelastung bis zu einer Seehöhe von 800 Metern bei gefühlten Temperaturen von über 32 Grad. Die Warnung gilt für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting und Traunstein und Berchtesgadener Land bis einschließlich Pfingstmontag, 9. Juni, um 19 Uhr.

Meldung vom Samstag, 7. Juni:

Wie einige Leser vielleicht bereits durch die Medien oder durch unsere Vorhersageberichte wissen, werden heute und über Pfingsten hinweg hochsommerliche Temperaturen erreicht. Wetterbestimmend sind hierfür Tief ELA über dem Atlantik und Hoch WOLFGANG, welches sich vom Mittelmeerraum bis zu uns nach Deutschland erstreckt und noch intensiviert. Zwischen diesen Druckgebilden stellt sich eine südliche Luftströmung ein, in der Luft aus der Sahara nach Deutschland transportiert wird. Durch die meist ungehinderte Sonneneinstrahlung kann die bereits warme Saharaluft bei uns noch weiter erwärmt werden.

So ist am Samstag eine Höchsttemperatur von bis zu 30 Grad und an den Pfingstfeiertagen verbreitet über 30 Grad zu erwarten, wobei am Montag sogar vereinzelt die 35 Grad-Marke überschritten werden kann. Im Allgemeinen finden sich in den nächsten Tagen die höchsten Tagestemperaturen tendenziell entlang des Rheins und in der Südhälfte Deutschlands. An der Küste werden in den kommenden Tagen durch den auflandigen Wind Höchstwerte von maximal 25 Grad erreicht.

Im Laufe des Wochenendes zieht Hoch WOLFGANG etwas ostwärts und macht im Norden und Westen unseres Landes für Tiefausläufer Platz. Dort ziehen dann Schauer und teils sehr kräftige Gewitter durch, die für eine kurzzeitige Abkühlung sorgen.

Heißeste Pfingsten seit 50 Jahren

Durch diese Wetterlage können es die heißesten Pfingsttage seit über 50 Jahren werden. Die Maximaltemperaturen aus der Klimastatistik aller Messstationen des DWDs ab dem Jahr 1961 zeigt, dass Pfingsten im Jahr 1979 (33,9 Grad) wohl bisher am heißesten war, dicht gefolgt von den Jahren 2000 und 2003. Einige Tagestemperaturen dieser Jahre sind in der nebenstehenden Tabelle einzusehen.

Leider stellen solche heißen Temperaturen eine starke Wärmebelastung für den menschlichen Körper dar. Zwar ist das menschliche Wohlempfinden bezüglich der Temperatur bei jedem anders, dennoch wird es bis zu den Pfingstfeiertagen auch bezüglich der Gefühlten Temperatur extrem heiß mit Werten von bis zu 40 Grad! Durch eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 30 % im Süden und 60 % im Norden kann diese Hitze als schwül und besonders belastend bzw. anstrengend empfunden werden. Nähere Informationen zur Gefühlten Temperatur und Schwüle können dem Thema des Tages vom 20.05.2014 entnommen werden.

Darüber hinaus sei an dieser Stelle angemerkt, dass der menschliche Körper sich durchaus so einer heißen Temperatur anpassen kann, solange er dafür genügend Zeit hat. Dies ist aber bis zum Wochenende nicht der Fall. Denn bis gestern hatten wir nur Tageshöchsttemperaturen von teilweise nur knapp über 20 Grad und in kurzer Zeit steigen die Tagesmaxima um rund 10 Grad an! Dies stellt eine zusätzliche thermische Belastung dar.

Um die Bevölkerung vor solchen, teils gefährlichen Hitzeperioden zu warnen, existiert beim DWD ein Hitzewarnsystem, welches an den Pfingstfeiertagen zum ersten Mal in diesem Jahr "aktiviert" wird. Für die Hitzewarnung müssen bestimmte Schwellenwerte überschritten werden, wie zum Beispiel eine Gefühlte Temperatur von über 32 Grad. Die dadurch beschriebene thermische Belastung muss dabei mindestens zwei Tage lang anhalten.

Kranke und empfindliche Menschen reagieren aber bereits viel früher auf thermische Veränderungen. Daher wird täglich ein Thermischer Gefahrenindex, aber auch die erwähnte Gefühlte Temperatur und Schwüle veröffentlicht. Ausführliche Informationen finden Sie unter www.dwd.de/biowetter.

Die fast ungehinderte Sonneneinstrahlung bringt zu dieser Jahreszeit nicht nur eine starke Erwärmung der Luft mit sich. Sie kann auch sehr gefährlich für die ungeschützte Haut des Menschen sein. Sonnenstrahlung besteht nämlich aus einem großen Spektrum aus unterschiedlichen Wellenlängen. Der ultraviolette Bereich des Spektrums (Wellenlängen im UV zwischen 290 und 400 nm) ist für unsere Haut schädigend. Als Maß für die Schädigung der Haut dient der sogenannte UV Index. Dieser gibt die Stärke der UV Strahlung zu Sonnenhöchststand an und stellt dar, wie hoch das Risiko für einen Sonnenbrand und weitere Schäden der Haut ist.

Der UV Index hängt größtenteils von Faktoren wie Breitengrad, Jahres- und Tageszeit, Bewölkung und Ozonschichtdicke in der Atmosphäre ab. Als Daumenregel gilt aber auf der Nordhalbkugel (Südhalbkugel umgekehrt): Je nördlicher, desto geringer der maximal mögliche UV Index.

UV Index zwischen 0 - 2 bedeutet eine schwache Belastung, 3 - 5 eine mittlere, 6 - 7 eine hohe, 8 - 10 eine sehr hohe und Werte über 10 eine extreme Belastung. Dennoch reagiert die Haut je nach Hauttyp anders. So stellt ein UV Index bei einer Person mit Hauttyp I eine deutlichere Gefährdung dar als bei einer Person mit Hauttyp II oder höher. Für das Wochenende werden UV Indices zwischen 5 und 8 erwartet.

Die Warnungen bezüglich Wetter- und Gesundheitsgefahren erscheinen dann im Internet unter www.wettergefahren.de. Außerdem können diese auch kostenfrei über den DWD Newsletter-Service abonniert werden.

Tipps zum Schutz gegen die Hitze:

Abschließend kann zu dieser Hitze und starken Sonneneinstrahlung nur folgende Tipps helfen: Körper schonen, viel Trinken, Mittagssonne meiden und nicht die Kopfbedeckung und die Sonnencreme vergessen!

Hoffentlich werden für Sie und Euch die Pfingstfeiertage so angenehm wie möglich. Vielleicht erreicht uns ja genügend Saharastaub, sodass die Sonneneinstrahlung etwas getrübt und es nicht all zu heiß wird.

Pressemeldung Deutscher Wetterdienst (DWD)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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