Im Einsatz auf A8 und A93

BRK-Motorradstreife: Lebensretter auf zwei Rädern

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Patrouilliert im Sommer wieder auf den Autobahnen in der Region: Manuel Guthmann

Landkreis Rosenheim - Im ehrenamtlichen Einsatz bestreift die BRK-Motoradstaffel aus Rosenheim die heimischen Autobahnen. Wie der Alltag der Lebensretter auf zwei Rädern aussieht:

Wenn es im Gebiet von Holzkirchen bis Bernau und von Raubling bis Kiefersfelden auf der Autobahn einen Unfall gibt, ist die BRK Motorradstreife Rosenheim meistens zuerst vor Ort.Die Motorradstreife ist jedes Wochenende ab Freitagmittag und an Feiertagen zum Wohle der Verkehrsteilnehmer unterwegs. Von 08:00 Uhr bis Sonnenuntergang bestreifen sie mit ihren schnellen und wendigen Motorrädern ihr Einsatzgebiet. So sind sie als "Fahrende Notrufsäule", Unfallmelder, Kundschafter, Verstärkung und Ansprechpartner an der Unfallstelle ein wichtiges Instrument der Integrierten Rettungsleitstelle Rosenheim, die die Motorradstreife regelmäßig alarmiert. Über Funk herrscht zudem ständiger Kontakt mit der Rettungsleitstelle.

„Wenn wir morgens auf unsere Maschinen steigen wissen wir nicht, was uns erwartet. Da das Einsatzspektrum sehr vielfältig ist, können Vorhersagen nie getroffen werden. Von der einfachen Wegweisung oder Auskünften, von Sucheinsätzen über Absicherung von Einsatzstellen bis hin zu schweren Verkehrsunfällen ist alles vorstellbar“, so Manuel Guthmann von der BRK-Motorradstreife Rosenheim, der auch dieses Wochenende wieder ehrenamtlich im Dienst unterwegs ist.

Ehrenamtliche mit spezialisierter Ausbildung

Im Streifendienst überbrückt die BRK-Motorradstreifet als „First Responder“ die Zeitspanne vom Geschehen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und sind während dessen auf sich allein und die eigenen Fähigkeiten gestellt. Viel Zeit zum Überlegen bleibt oft nicht und jeder Handgriff muss sitzen. Aus diesem Grund stellt die BRK-Motorradstreife hohe Anforderungen an jedes Mitglied, denn der Fahrer eines Einsatzmotorrades muss nicht nur alle Notfallsituationen auf den Autobahnen beherrschen, sondern ist auch oft Ansprechpartner für Verletzte, Angehörige oder Unfallbeteiligte.

Hierzu sind eine rettungsdienstliche Ausbildung sowie soziale Kompetenz Voraussetzung. Die Motorradstreife Rosenheim kommt bei Unfällen zum Einsatz, leistet die Erstversorgung der Verletzten bis hin zur Lebensrettung bei Notfalleinsätzen, alarmieren – wenn nötig – die Feuerwehr und Polizei und sichern liegengebliebene Fahrzeuge ab. Außerdem geben sie Tipps wie sich Staus umfahren lassen und transportieren dringend benötigte Medikamente oder Blutkonserven. Darüber hinaus kommen sie als „Erstversorger“ auch zu regulären Einsätzen des Rettungsdienstes, wenn sie zufällig in der Nähe sind und so schneller den Patienten erreichen.

Der Urlaubsverkehr rollt

Die Wendigkeit sowie Schnelligkeit des Motorrades gegenüber anderen Rettungsmitteln, gerade in Stausituationen, sorgt für eine schnellere Erstversorgung von Verletzten und Erkrankten, da gerade die fachgerechte Hilfe in den ersten Minuten nach einem Unfall oder Notfall für den Patienten entscheidend ist.

Alle Motorräder führen eine umfangreiche Ausrüstung mit. Problemlos können bis zu zwei Patienten notfallmedizinisch versorgt werden. Ein Defibrillator komplettiert das medizinische Equipment.

Statistisch gesehen sind die Einsatzkräfte der BRK-Motorradstreife Rosenheim in 70 % aller Fälle vor dem regulären Rettungsdienst an den Einsatzstellen. Gerade im starken Urlaubsverkehr, bei Staus oder weitab von befestigten Straßen: die Motorräder der BRK-Motorradstreife können bei schwer erreichbaren Einsatzstellen ihren Trumpf ausspielen. Dadurch wurde manches Leben gerettet, oft schlimmes Leid gelindert oder gar verhindert.

Unterwegs mit der BRK-Motorradstreife

Unterwegs mit der Motorradstreife vom BRK

Bereits seit 1983 sind die Motorradstreifen der BRK-Bereitschaften im Dienst und haben sich von der ersten Minute an bewährt. Fünf Männer des BRK-Kreisverbandes Rosenheim fahren bis zum Ende der großen Schulferien in Bayern rein ehrenamtlich und ohne Bezahlung oder Aufwandsentschädigung.

In einer Saison kommt die Motorradestreife Rosenheim auf rund 500 Einsätze auf den Motorrädern und legen im Durchschnitt 15.000 Kilometer pro Saison zurück.

 

Quelle: BRK Motorradstreife Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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